Montag, 15. September 2008

Alte Deppen

Wenn Frauen altern werden sie unattraktiv. Es gibt IMHO nur wenige Beispiele bei denen sich dieser Effekt anscheinend zumindest enorm verzögert (Laren Bacall, Catherine Deneuve, Meine ;-) ...)
Wenn Männer altern werden sie Deppen. Als eine der wenigen Ausnahmen habe ich bisher unseren Altkanzler Helmut Schmidt gesehen - für mich war er zumindest der einzige für den ich die Bezeichnung "Altkanzler" angebracht fand.
Und nun gibt der sich ausgerechnet in der BamS auch als alter Depp zu erkennen - Schade !
Wobei ich solche alten Deppen noch sehr viel eher achten kann als die vielen jungen Deppen rundherum (Möllemann, Friedmann, Lafontaine, ...)

Freitag, 12. September 2008

Wahl-O-Mat und ÖDP

Liebe ÖDP,

ich möchte allen Verantwortlichen hiermit sehr herzlich zu ihrem juristischen Sieg in Sachen Wahl-O-Mat gratulieren. Einen potentiellen Wähler haben Sie aber damit mindestens endgültig vergrault. Glückwunsch !!!

Mittwoch, 13. August 2008

Annie Leibovitz


Das Bild hat Annie Leibovitz am 8. Dezember 1980 im Apartment der Lennons aufgenommen. Wenige Stunden später war John Lennon tot - erschossen vor seiner Haustüre. Die Photographin erinnert sich dass auch Yoko Ono sich eigentlich ausziehen wollte für die Aufnahme - sie hat sie aber davon abgehalten - und damit die Unsymmetrie in der Beziehung des Paares bildlich dargestellt. Die Beatles haben sich schon Jahre vorher getrennt - aber erst der Tod Lennons hat diese Trennung im Bewusstsein der Fans unwiderruflich gemacht. Dadurch steht das Bild auch für das unwiderrufliche Ende einer Ära - die Zeit von Flower Power, Freier Liebe und eben der Beatles. Der Rolling Stone veröffentlichte die Aufnahme am 22. Januar 1981 auf seinem Titel.


Dienstag, 12. August 2008

Die "Grand Tour" war im 18ten Jahrhundert der obligatorische Abschluss einer adeligen Ausbildung. Anfangs für englische Blaublüter, später auch für andere Gutbetuchte vom Kontinent.
Die Stecke führte damals mindestens über folgende Stationen:
  • Über den Kanal nach Frankreich
  • Paris
  • Savoyen oder Provence
  • Über die Alpen nach Italien
  • Florenz und andere Städte der Toskana
  • Rom
  • Capri, Ischia, Vesuv
  • Sizilien
  • Venedig und die Palladio Villen im Veneto
  • Über den Brenner in den germanischsprachigen Raum
  • Wien, Berlin oder München
  • Baden-Baden, Karlsbad oder Marienbad
  • Über Holland zurück auf die Insel

Man ließ sich Zeit damals, die Tour dauerte schon allein wegen der schlechte Straßenverhältnisse viele Monate, konnte aber leicht auch über Jahre ausgedehnt werden.

Heute ist die Welt kleiner geworden. Eine durchschnittliche japanische Touristengruppe schafft dieses Pensum locker in einer knappen Woche.

Wie würde eine "Grand Tour" heute aussehen ? Ich stelle mir da sowas in dieser Art vor: WorldTrip

Freitag, 8. August 2008

Menschenrechte

Am 2.10.1968 - zehn Tage vor der Eröffnung der Olympischen Spiel in Mexiko - wurden über 300 friedlich protestierende Studenten auf einem Platz in Mexiko-City von der Polizei erschossen. Die Spiele fanden statt, die Bild Zeitung äusserte lediglich eine gewisse Besorgnis darüber ob die Ereignisse auf die Veranstaltung übergreifen könnten.
Was wäre passiert wenn in den letzten Wochen Menschen auf dem Platz des himmlischen Friendens getötet worden wären ?
Ist die Welt humaner geworden, zählen Menschenrechte heute mehr ?

Samstag, 2. August 2008

Olympische Spiele

Olympische Spiele sind sportiv verpackte Massenaufmärsche. Sie haben schon immer vorallem dazu gedient dem Veranstalter wirtschafliche und politische Vorteile zu verschaffen. Daher kann ich auf die jetzt beginnenden Spiele in Peking verzichten - nationalchauvinistisches Fahnenschwingen und Hymnenschmettern ist einfach nicht mein Fall.

Freitag, 1. August 2008

München am Chiemsee

In der Zeitschrift "Yacht" ist ein Photo von mir zu einer kurzen Meldung über die "Münchener Woche", eine Klassiker-Segelveranstaltung am Starnberger See mit mittlerweile hundertjähriger Tradition, veröffentlicht worden. Dass die Redaktion die Veranstaltung kurzerhand an den Chiemsee verlegt hat ist für mich nur ein kleiner Schönheitsfehler ... 



Montag, 28. Juli 2008

Alles Fassade


Von Volterra nach Obersendling

Dienstag, 15. Juli 2008

Boule, Salsa und Blitzkrieg

"Boule spielen, das ist ja kurz vor dem Salsatanzkurs. Wir deutschen bauen Autos oder fangen Kriege an. Aber wir schubsen keine Kugeln durch den Park".
Dr. Psycho

Sonntag, 13. Juli 2008

Schwimmflügel


Wenn das hier noch lange so weitergeht bekomme ich die Krätze ! Mein Spider braucht schon Schwimmflügel !

Gefrierschrank PdM

Der "Setzkasten" in der PdM ist, zumindest für den Architekten, schon ein Ärgernis. Dass man diesem Setzkasten momentan auch noch einen würfelförmigen Gefrierschrank vorgesetzt hat ist die Entgleisung im Quadrat. Liebe Verantwortliche der PdM, habt ihr wirklich gar keinen Respekt vor Räumen und Proportionen ?


Am Eingang gibt es Decken um dem "Kälteschock" vorzubeugen - und drinnen bei Minus 11 Grad ein Objekt (oder sollte man besser sagen eine Werbeinstallation für BMW) von Olafur Eliasson - dessen Werke ich sonst durchaus schätze.


Muss man für so ein paar Eiszapfen wirklich ein ganzes Museum verunstalten ?

Sex on Wheels

Die Daimler Ausstellung in der Pinakothek der Moderne in München ist eher ernüchternd (Größe / Präsentation). Aber zumindest ein Teil der Exponate, insbesondere der "Autobahnkurier" (Mercedes Benz 500K Hermann Ahrens) ist der Hammer - oder schlicht "Sex on Wheels"

Mittwoch, 9. Juli 2008

Robert Capa - Photograph

Richard Whelans 1985 erschienene Biographie des legendären Photographen Robert Capa ist absolut beeindruckend. Nicht nur wegen der vielen Details die hier aus sehr unterschiedlichen Quellen zusammengetragen wurden. Und auch nicht nur weil es möglicherweise leichter ist über das extravagante Leben des 1913 in Budapest geborenen Andre Friedmann (alias Robert Capa) auch ein beeindruckendes Buch zu schreiben. Mich hat vorallem die enge Einbindung der Biographie in eine lebendige Schilderung der zeitlichen Umstände fasziniert. Und es wirft einen Blick auf die Art wie (übrigens weltweit) Faschismus entstanden und mit im umgegangen wurde.


Dienstag, 8. Juli 2008

842 Illegale

Der iPod eines Teenagers beherbergt (laut einer Studie) im Schnitt 842 illegal kopierte Lieder - (Wenn ich mir meinen iPod anschaue muss ich mich fragen "NUR ?" - wobei man sich durchaus fragen kann was illegal ist).

Angenommen das ist richtig - dann bedeutet dies bei 40 Mio verkauften Ipods pro Jahr einen "Umsatzverlust" für die Musikindustrie von 33 Milliarden Dollar. Um diese Zahl einordnen zu können muss man wissen dass die Musikindustrie weltweit einen Umsatz von "nur" 25 Milliarden Dollar macht.

Meine Meinung:

Rechte an geistigem Eigentum sind eine Basis unseres heutigen Wohlstandes. Wenn wir Rechte an geistigem Eigentum nicht verteidigen oder diese gar abschaffen dann können wir uns alle wieder einen Acker suchen zum Pflügen.

ABER

Wenn eine Branche sich nicht mehr primär mit der Schaffung geistigen Eigentums beschäftigt sondern nur noch mit der Durchsetzung von (teilweise vermeintlichen) Rechten dann hat sie ihre Berechtigung verloren - und die Musikindustrie ist da momentan verdammt nah dran.

ZweiAbende

Mittwoch, 18. Juni 2008

Donnerstag, 12. Juni 2008

Remakes

Remakes im Kino kommen selten auch nur ansatzweise an das Original heran. Breathless ist ein gutes Beispiel dass man an das Original (A Bout de Souffle) zumindest sehr nah herankommen kann. "Scent of Woman" von 1982 ist der einzige Film den ich kenne der das Original (Profumo di donna) von 1974 um Längen schlägt !

P.S.: Il Profumo läuft gerade auf 3Sat

Mittwoch, 11. Juni 2008

Twins II



      Nadeln - Schindeln

Freitag, 6. Juni 2008

Buchtip - Robert Frank

Die FAZ bezeichnet diese Buch schlicht und bescheiden als "Fotobuch des Jahrhunderts" und als "Detonation". Die Erstausgabe erschien 1958, die Bilder entstanden von April 1955 bis Juni 1956 zwischen New York und Kalifornien. Für ein Exemplar der Erstauflage zahlen Sammler vierstellige Beträge - der Steidl Verlag hat nun zum 50sten eine Neuauflage herausgegeben.



Die Ablehnung die dieses Buch damals in Amerika selbst erfahren hat ist für mich heute nicht mehr nachvollziehbar. Und wie es dem Liftgirl heute geht würde ich auch gerne wissen. 

Montag, 2. Juni 2008

Twins

Das "Gesicht" meiner Website wird in Zukunft ein Bilderpaar sein. Dieses Bilderpaar wird öfter wechseln - je nach Lust, Stimmung, Laune ...
Mit der Zeit wird eine Sammlung solcher Bildpaare entstehen die ich hier unter dem Label "Twins" ablege.

  Athen - Nafplio

Sonntag, 11. Mai 2008

Silberhochzeit

Es gibt nicht viele gute deutsche Fernsehfilme. Silberhochzeit ist einer der wenigen.
"... ich wusste immer dass ihr ein Haufen egoistischer Arschlöcher seit ..." - Man kann schlimmeres über seine Freunde denken oder sagen ...

Donnerstag, 1. Mai 2008

Schimmerlos in München

Die Buchreihe "Gebrauchsanweisung für ..." kann ich nicht ausstehen. Schon wegen des Titels. Wenn ich reise ist das letzte was ich haben will eine Gebrauchsanleitung. Stefan Beuse, Autor selbiger Anleitung für Hamburg, hat in der Zeit einen Artikel über München verbrochen. So viele Clichees über meine Heimatstadt habe ich noch nie auf nur einer Seite aneinandergereiht gesehen. Sprachlich geschliffen und amüsant. Ekelhaft glatt und oberflächlich. Sein Fazit: "Da stell ich mich lieber wieder in den Elbwind und lass mich anständig durchpusten" - Mein Fazit: "Gut so, ein Depp weniger an den Orten die ich an München liebe und die offensichtlich nicht im Reiseführer stehen".

Freitag, 25. April 2008

Alter und Weisheit

"Wenn ein alter und angesehener Mensch zu dir spricht dann höre ihm sorgfältig und mit Respekt zu - aber glaube nicht was er sagt. Glaube nie an etwas anderes als deinem eigenen Intellekt. Auch alte Menschen können falsch liegen, unabhängig davon ob ihr Haar grau ist oder ausgefallen, unabhängig davon ob sie etwa den Nobelpreis erhalten haben. Die Welt verändert sich von Jahr zu Jahr, von Jahrhundert zu Jahrhundert - als Vertreter der jüngeren Generation solltest du herausfinden was an dem falsch ist was dir Ältere sagen. Du musst immer skeptisch sein - denke immer selbst !"

Linus Pauling (1901-1994)
Nobelpreisträger in Chemie 1954
Friedensnobelpreisträger 1962
(Der einzige Mensch der alleine Nobelpreise in zwei verschiedenen Kategorien bekommen hat)

Liberalismus in USA

IMHO wäre ein halbwegs liberaler Republikaner momentan der wesentlich bessere amerikanische Präsident - zumindest im Vergleich zu einem smarten Sunnyboy der das Blaue vom Himmel verspricht - oder einer nur machtgeilen ExFirstLady. Letztendlich bin ich mir ziemlich sicher dass die Amerikaner eher einen alten Kiegshelden zum Präsidenten wählen werden als die erste Frau oder den ersten Farbigen - möglicherweise traurig aber im Ergebnis sicherlich nachvollziehbar.

P.S.: Wetten nehme ich keine an !
P.P.S.: Ich weiss dass McCain den Irakkrieg immer befürwortet hat, ein entschiedener Abtreibungsgegner ist, die NRA unterstützt und gleichgeschlechtliche Beziehungen ablehnt. Aber mir sind klare Standpunkte lieber als gar keine !

Donnerstag, 24. April 2008

Highlight

Ich bin mir nicht sicher ob Lady Bitch Ray bei Schmidt & Pocher ein Highlight oder ein Tiefpunkt deutscher Fernsehgeschichte darstellt. Zumindest war es nicht langweilig zwischen Gynäkologenstuhl und Feuchtgebieten. Wobei ich mir gewünscht hätte dass die beiden Herren nachfragen was Dr. Fotze konkret meint wenn sie die Emanzipation eben dieser verlangt. 

Donnerstag, 17. April 2008

Das Glück heisst Puls

Seit langem wieder mal ein subjektiver "Stern der Woche": für Wiebke Puls in den Kammerspielen - geniales Spiel am Rande des Wahnsinns in "Land ohne Worte / Berliner Geschichte"

Montag, 14. April 2008

Robert Capa

Die Entstehungsgeschichte und insbesondere die Authentizität von Capas bekanntestem Bild ist umstritten (Richard Whelan hat darüber einen Artikel im Aperture Magazine veröffentlicht). In jedem Fall ist der ungarische Fotograf und sein Bild "Spanischer Loyalist" eine Ikone des Kriegsjournalismus. Capa hat mehr als 70000 Negative hinterlassen, weitere 3000 sind jetzt erst in Mexiko aufgetaucht - das Negativ dieser Aufnahme gilt aber als verschollen. Sie soll am 5. September 1936 im Spanischen Bürgerkrieg entstanden sein und den 24 jährigen Federico Borell Garcia im Moment seines Todes zeigen. Capa selbst war gerade 22. 
Sein Archiv bildet die Basis des ICP in New York, gegründet 1974 vom Bruder Cornell Capa.


Von Robert Capa ist der gern und oft zitierte Spruch überliefert "If your pictures aren't good enough, you're not close enough - Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, dann bist du nicht nah genug dran". Capa war immer nah genug dran, oder wie am 25. Mai 1954 als er in Indochina von einer Miene getötet wurde sogar zu nah. Er selbst hat damit aber nie die physische Nähe zum Geschehen gemeint sondern die psychische zu den Menschen die er fotografiert hat.   

Werbung, Provokation und Langeweile

Charlotte Roche hat vor einiger Zeit in einem Gespräch mit Anke Engelke mal beteuert dass sie nie Werbung machen würde - da stehe sie drüber, das werde sie nie nötig haben wollen, davon will sie sich nicht abhängig machen. IMHO ist ein wenig "Regenwaldretten" oder "Haribolutschen" absolut harmlos gegen die kühl kalkulierte Pseudo-Provokation durch die öffentliche Beschreibung privater Feuchtgebiete. Exibitionismus war vor 20 Jahren manchmal noch skandalös - heute ist es noch noch langweilig. 

Mittwoch, 9. April 2008

Dorothea Lange

Das Bild ist unter dem Titel "Migrant Mother" bekannt und zeigt die 32 jährige Wanderarbeiterin und siebenfache Mutter  Florence Owens Thompson im Jahr 1936, der Zeit der "Bitter Years" in den USA.


Es wurde im Rahmen von Edward Steichens Ausstellung "Family of Man" 1955 veröffentlicht, entstanden ist es im Rahmen einer Serie von Aufnahmen im Auftrag der FSA (Farm Security Administration).  Es ist auch ein Beispiel für frühe Manipulationen an Bildern, im Originalnegativ ist rechts unten ein Daumen zu sehen der aus ästhetischen Gründen wegretuschiert wurde.

Die links im Bild sichtbare Tochter hat später versucht die weitere Veröffentlichung des Bildes zu verhindern. Dorothea Lange verstarb 1965 an Krebs - 1983 gab es Spendenaufrufe für die ebenfalls an Krebs erkrankte Florence Thompson.

Sonntag, 6. April 2008

Absurde Funktionalität

Das Beste an Kunstausstellungen sind nicht selten die Begleittexte. Da ist von "Ins Absurde gesteigerte Funktionalität" die Rede (wie geht das eigentlich ?). Oder von "Subversiver Welterkundung" - "beredtem Schweigen" - "Dynamik des Lebens" ... Nichts sagende Phrasendrescherei vom Feinsten - aber im Fall von Benjamin Bergmanns Installation "tief unten tag hell" passt der Text damit zumindest zum Kunstobjekt selbst ... Schade um den Raum !

Donnerstag, 3. April 2008

Dimitri Soulas

Ich möchte hier auf eine Ausstellung im Münchner Fotomuseum hinweisen die Ende April eröffnet wird:

Dimitri Soulas - Augenblicke
Fotografien 1967-1974
30. April bis 6. Juli 2008



Der 1938 in Thessaloniki geborene Fotograf Dimitri Soulas arbeitete ab den 60er Jahren als Bildjournalist u.a. für AP, die TZ, den Stern und die Quick. Systemkritische philosophische Erkenntnisse prägten seinen subjektiven Bildjournalismus. Seine Bilder und Bildgeschichten sind sehr persönlich ohne indiskret zu erscheinen. Vor allem aber bieten die Bilder allen in München aufgewachsenen Mittvierzigern wie mir ein absolutes "Deja-Vue" Erlebnis. Der Katalog (momentan bereits bei Hugendubel erhältlich) steigert die Vorfreude auf die Ausstellung.

Donnerstag, 27. März 2008

Transrapid

Es gibt Tage an denen es offensichtlich selbst in Bayern ein wenig Verstand vom Himmel regnet !

Mittwoch, 26. März 2008

Stimme von Marrakesch


Soundtrack: Passport - To Morocco
Lesestoff:  Nick Hornby - der erste und letzte (s.u.)
                    Elias Canetti - Die Stimmen passen hierher
                    Max Frisch - Stiller schon zu lange nicht mehr gelesen
Photomotive: Sehr viele

Noch nie so weit weg von zuhause gewesen (nicht die geographische Entfernung zählt) - "Gute Reisende sind herzlos" (Zitat Canetti) 

Donnerstag, 20. März 2008

Gefühl und Statistik

Arbeitslosigkeit ist in zweierlei Hinsicht ein Problem.

Zum einen für den Betroffenen selbst - wer arbeiten will und arbeiten kann aber keine Beschäftigung findet die seinen Fähigkeiten und Kenntnissen entspricht verliert früher oder später sein Selbstwertgefühl. Laut Arbeitslosenstatistik gab es 2007 in Deutschland 3,77 Millionen Arbeitslose.

Zum zweiten ist Arbeitslosigkeit ein Problem für die Gesellschaft. Menschen die Ihren Lebensunterhalt nicht selbst erwirtschaften können müssen von der Gemeinschaft Leistungen erhalten die diese Gemeinschaft erwirtschaffen muss. Die Arbeitslosenstatistik gibt für 2007 6,34 Millionen solcher Leistungsbezieher an.

Beide Zahlen dokumentieren ein schwerwiegendes Problem, aber warum liegen sie so weit auseinander ?

Leistungsbezieher die erwerbstätig sind aber Aufstockungen erhalten (Stichwort 1 Euro Jobs etc.), die sich in Maßnahmen der Arbeitsförderung befinden, die als über 58 jährige "nur noch bis zur Rente geparkt sind" oder die z.b. Angehörige betreuen werden in der Statistik nicht als arbeitslos geführt.

Muss man daraus folgern dass eigentlich viel mehr Menschen in Deutschland vom Problem Arbeitslosigkeit persönlich betroffen sind als in der Statistik aufgeführt - oder viel weniger weil sich das Selbstwertgefühl schon lange nicht mehr in ersten Linie aus einer Erwerbstätigkeit ergibt ?

Mittwoch, 19. März 2008

Nick Hornby

Lehrer kann man heiraten. Bücher die sie schreiben sollte man lieber nicht lesen.

("Ingenieur-Roman" habe ich wohl noch keinen gelesen - muss aber denke ich genauso wenig sein)

Sonntag, 16. März 2008

Trang Bang

Fotografen haben dem Krieg die Bilder gegeben die durch die moderne Art der Kriegsführung eigentlich unmöglich geworden ist. Die Ziele werden durch Computerprogramme ausgesucht und optimiert. Bomberpiloten erhalten Befehle, sie sehen keinen Feind und nicht die Auswirkung ihres Handeln. Dieses Bild des damals 21 jährigen vietnamesischen Fotografen Nick Ut haben genau diese Auswirkung gezeigt. Und damit den Krieg beendet.



Warum sehen wir heute praktisch keine Bilder dieser Art aus dem Irak oder den anderen aktuellen Kriegsschauplätzen ? Reporter sind heute "eingebettet" - vereinnahmt von den Kriegführenden damit diese nicht wieder gestört und zurückgepfiffen werden.  

Mittwoch, 12. März 2008

MSP



Mal wieder von "Münchens Südlichstem Punkt"

Sonntag, 9. März 2008

Tillman und die PdM

"Tillmans auffälligstes Merkmal dürfte die scheinbare Beliebigkeit seiner Fotografien sein". Soweit die Beschreibung seines Werkes in der Wikipedia. IMHO sind diese Bilder nicht nur "Scheinbar" so. Die Kuratoren der Pinakothek der Moderne in München habe offensichtlich eine andere Meinung. Wie sonst könnten sie dort so einen breiten Raum einnehmen - neben den Werken seines ehemaligen Lebensgefährten.

Spontan ist mir dazu einfach nur ein Zitat aus dem lesenswert unangepassten und unkorrekten Blog "Kulumnistenschwein" eingefallen:
"Ich finde es sehr übertrieben nur wegen seiner sexuellen Vorlieben eine Parade abzuhalten. Ich ficke mit meiner Frau, bin aber noch nie auf den Gedanken gekommen, deswegen gleich einen Umzug zu machen. Schon gar nicht in Unterhose"

Respekt

Kurzfristig hatte ich mal wieder richtig Respekt vor einer deutschen Politikerin. Da fühlt sich eine gewählte Volksvertreterin überraschenderweise ihrem Gewissen und dem was sie und ihre Partei vor der Wahl verkündet hat verpflichtet. Und sie traut sich diese Meinung öffentlich zu vertreten - und nicht nur in einer geheimen Wahl so abzustimmen wie sie es für richtig hält.
Lange hat sie leider nicht durchgehalten (durchhalten können ?) - jetzt schlägt wohl der Parteiapparat mächtig zurück. Mich stören Leute die immer nur auf Politiker schimpfen - im Rahmen der Hessenwahl muss ich aufpassen dass ich nicht selber so werde ... 

Montag, 3. März 2008

Richtungswechsel

Mit dem Schwenk der FDP hin zur Union bin ich nie klargekommen. Mit dem Schwenk der SPD hin zur Linken (PDS / SED / KP) werde ich nicht klarkommen. Und ich denke ich bin da nicht ganz allein ...

Freitag, 29. Februar 2008

Fotos für die Ewigkeit

Es gibt einige Fotografien die einen nicht unwesentlichen Einfluss auf unsere Wahrnehmung von anderen Menschen, unserer Geschichte oder der Welt im Allgemeinen ausgeübt haben. Sehr viele davon haben mit Krieg, Zerstörung und Elend zu tun.



Diese zwei Bilder der amerikanischen Apollo Missionen werden als ein bedeutender Auslöser und Antrieb der Umweltbewegung gesehen - "Earth Rise" von 1968 und "Blue Marble" von 1972. Die Bilder dokumentieren erstmals den Blick des Menschen von aussen auf seinen Heimatplaneten, und eindrucksvoll die Einmaligkeit und auch die Verletzlichkeit der Erde. Meineserachtens sind diese Aufnahmen auch eine der wenigen Rechtfertigungsgründe für bemannte Raumfahrt - natürlich wären sie viel einfacher und billiger mit unbemannten Sonden möglich gewesen - ihnen würde aber dann eine ganz andere (viel geringere) Bedeutung zu kommen.

Donnerstag, 28. Februar 2008

Bedaure Puppe

"You know how to whistle, don't you, Steve? You just put your lips together and blow."
Der Beginn der schönsten Liebesgeschichte der Filmbranche. Schon tausendmal gesehen aber immer wieder umwerfend. Auch hier sagen die Namen der beteiligten alles: Lauren Bacall, Humphrey Bogart, Howard Hawks, Ernest Hemingway, William Falkner.

Montag, 25. Februar 2008

Blaubeernächte

Wong Kar Wai, Natalie Portman, Norah Jones, Jude Law, Ry Cooder, New York - what else do I have to say. Es gibt "Zutaten" mit denen ein Essen einfach gelingen muss - und es gibt Mitwirkende mit denen ein Film kaum daneben gehen kann.

Mittwoch, 20. Februar 2008

Nordström Kapitalismus

"Shoppen und Ficken, das ist die einzige Motivation der Jugend, sprich der Konsumenten, von heute"

Lange Zeit reichte es, wenn Unternehmen Produkte und Ideen kopierten. Traditionelle Manager nennen das "Benchmarking" und "Best practice". Nordström nennt es abwertend "Karaoke Capitalism". In der neuen, unübersichtlichen und mit Informationen überladenen Welt aber hat sich der Kunde die Macht in weiten Bereichen zumindest scheinbar zurückerobert. Dieser Kunde will entweder das Billigste - wie bei Wal-Mart - oder etwas Besonderes wie von Apple oder Porsche. Nur zu imitieren führt Unternehmen in die "kreative Impotenz". In der modernen "economy of soul" ist das Originelle, Außergewöhnliche gefragt, Produkte, die die Emotionen des Kunden ansprechen, als Marke aus der Masse herausstechen, Individualität versprechen. Nur wenige Großunternehmen schaffen es beide Welten glechzeitig zu bedienen und etwas originelles billlig anzubieten wie etwa Starbucks oder IKEA - und erobern damit globale Märkte.

Montag, 11. Februar 2008

Zwiespalt

Ich habe (zumindest einmal in Jahr zu diesem Anlass) ein sehr zwiespältiges Verhältnis zu München.

Einerseits bin ich der Ansicht dass Versammlungsfreiheit ein sehr hohes Gut in unserer Gesellschaft darstellt. Und dies schließt ausdrücklich auch das Recht ein für Gruppen für die ich keine sehr große Sympathie hege - wie Neonazis, Kriegsplaner, sog. Autonome etcpp - sich zu versammeln. Toleranz zeigt sich am Umgang mit Andersdenkenden, und wenn es noch so schwerfällt.


Wenn ich dann aber andererseits jedes Jahr beobachte welch ein Polizeiapparat aufgefahren wird (werden muss ?) damit sich eine Hand voll suspekter Individuen aus dem militärisch-industriellen Umfeld mitten in München besprechen können und daher ein Rudel gewaltbereiter Randalierer in Schach zu halten ist, ja, dann kommen mir Zweifel.

Ich würde die nächste "Sicherheitskonferenz" in Bagdad, Nairobi oder Kabul stattfinden lassen. Dann wären die Teilnehmer gezwungen sich direkt mit den Verhältnissen auseinandersetzen die sie mit zu verantworten haben !

Donnerstag, 24. Januar 2008

Commercial

Mal wieder ein Bild aus der Bar Commercial



Wer Fehler findet im Bild darf sie gerne behalten ;-)

Freitag, 18. Januar 2008

Pidgin Talk

"Durch die Nacht mit" auf Arte mit Zaha Hadid habe ich mir ganz interessant vorgestellt. Auch wegen Dubai. Statt dessen sitzen da zwei Phsychopathen am Tisch, kommen weder mit dem Essen (Sushi) noch mit dem Espresso (fishy) danach klar - geschweige denn mit sich selbst. Ein ehemaliger Stasispitzel zusammen mit einer abgetakelten Architektendiva in einer StretchLimo, beide dauernd das Mobile am Ohr, ist der absolute Unterhaltungs-GAU ! Dass sie beide nicht englisch können ist gar nicht weiter schlimm wenn man eh nur aneinander vorbei redet.

Sonntag, 13. Januar 2008

Die Unerträglichkeit oder meine Name sei MATUSSEK

Matusseks Kulturtip auf Spiegel online ist schon schwer zu ertragen. 30 Minuten Matusseks Reisen über Religion am Sonntag Abend ist gänzlich unerträglich. Fürchterlich banal - erschreckend oberflächlich - bieder bis zum erbrechen ! "Zwantigtausendmal im Jahr verbeugen ist eine Menge Sport!" - Einmal Matussek ist zuviel Qual !

Dienstag, 8. Januar 2008

Schwarze Balken

Welche Film-Formate gibt es eigentlich - oder warum gibt es immer mal unterschiedliche schwarze Balken ?

Seitenverhältnis           Beispiel

  4 :3   1,33 :1  35mm Stummfilm
  4
:3   1,33 :1  TV
  4
:3  1,365 :1  IMAX
12,4
:9  1,373 :1  35mm Tonfilm(Academy Ratio)
12,4
:9  1,373 :1  16mm Schmalfilm
1,41
:1   1,41 :1  DIN-A
  3
:2   1,50 :1  Kleinbild
 15
:9   1,65 :1  Kino Euro Breitbild
 16 :9   1,78 :1  HDTV
 17
:9   1,86 :1  Kino US Widescreen

 18
:9   1,96 :1  Vistavision
 20
:9   2,19 :1  70mm Breitfilm
 21
:9   2,35 :1  Cinemascope / Panavision
 23
:9   2,55 :1  Ur-Cinemascope
 24
:9   2,69 :1  Cinerama (3 Spulen)


Weitere Info:

Wikipedia
HighDefDigest
BibraOnline

Montag, 7. Januar 2008

Der/Das Brenner


Der Brenner ist nicht nur der geografisch kürzeste Weg zwischen München und Italien , das Brenner ist offensichtlich auch geeignet um in Ruhe die lokale Boulevardpresse zu studieren.

Mittwoch, 2. Januar 2008

Arrivederci Roma


Das Roma war sicher nicht mein Lieblings-Spot - aber es wird vielen in München abgehen - die zukünftigen Gucci Kunden dort wird das nicht stören. 

Dienstag, 1. Januar 2008

Liberalismus ?

Brutale Angriffe auf andere Menschen sind IMHO nicht zu entschuldigen. Aber man darf über die Gründe nachdenken. "Natürlich" wird alles immer schlechter, die Jugend taugt nichts, die Gesellschaft verroht, nur noch materielles zählt ...
IMHO wird unsere Gesellschaft aber vor allem immer intoleranter - alles was nicht mehrheitsfähig ist wird verboten. Warum muss Rauchen in Kneipen verboten werden, braucht ja keiner reingehen wenn er's nicht mag. Warum bräuchten wir ein generelles Tempolimit, umwelttechnisch und die Sicherheit betreffend ist der Gewinn minimal.
Es gab mal die sprichwörtliche "Liberalitas Bavariae" - bitte mal drüber nachdenken bevor man neue Verbote erlässt oder seine Mitmenschen zurecht weisst ! 

Samstag, 29. Dezember 2007

Einblick

Abendlicher Blick auf die Exponate, aufgenommen vom Innenhof der Glyptothek

Commercial

In Zukunft sollen hier öfters Fotos aus meinem alltäglichen Umfeld erscheinen - wie dieses von heute Mittag aus der Bar Commercial in der Innenstadt (IMHO beste Pizza Münchens !)

Freitag, 7. Dezember 2007

Sonntag, 2. Dezember 2007

Affinität

45%How Addicted to Apple Are You?

Sammelwut

Ich beobachte dass immer mehr Fotografen die sich selbst sicher der künstlerischen Nische zuordnen würden ihre Kamera wohl öfter in der Ecke liegen lassen und statt dessen lieber in den Nachlässen der bisher heftig verschmähten Amateurknipser wühlen. Das was Sie dort finden wird dann in einem neuen Kontext zusammengestellt - am liebsten auf einer grossen weissen Museumswand - und als Kunst verkauft. Die künstlerische Fotografie ist tot - es lebe die künstlerische Überhöhung von Gelegenheitsmüll.


Ich bin mir nicht sicher was schlimmer ist - diese Sammelwut - oder das Sammeln von jungen nackten Frauenkörpern vor alten verfallenen Industrieruinen. Bisher dachte ich die Harley sei das Ultimative Syndrom der fortgeschrittenen männlichen Midlife Crisis - nun offenbar zumindest in kunstambitionierten Fotografenkreisen von der einen oder anderen Sammelleidenschaft abgelöst.

P.S.: Den ersten Preis gäbe es für eine Sammlung von Amateurbildern die nacktes Fleisch auf blitzenden Harleys vor Industrieruinen zeigen - wer ist schon so weit ?

Donnerstag, 29. November 2007

Vorgartenzwerge


Private Homepages sind wie Gartenzwerge, die man sich in den Vorgarten stellt ...

Tim Berners-Lee, 1998

Zum Rudi

Wussten Sie dass der "Andechser am Dom" unter Einheimischen auch "Zum Rudi" heisst ? Warum das so ist steht hier. Kurzversion für Eilige: Es gibt "Rudis Resterampe", da wird alles mögliche billig verramscht was woanders übriggeblieben ist. Und im Andechser gibt es angeblich besonders viele alleinstehende der Generation 50+ ...

PS: Ich war noch nie dort, wenn mir in der Gegend nach einem Bier etc ist geh ich ins "Nürberger Bratwurstglöckl"

Samstag, 24. November 2007

Himmel / Hölle Kino

Der einzige Ort sich einen FILM anzusehen ist das Kino ! Dort begibt man sich nur desshalb hin, ist nicht abgelenkt, es gibt keine Werbepause.

Und dann setzt sich ein fieses ZweiMeterMonster vor einem hin, von rechts und links rascheln die Fresstüten und die Colaflaschen zischen. Das wars dann wieder mal !

P.S.: Nein, es war kein Multiplex mit Teenyhorden !

P.P.P.: Keira Knightley ist nett anzuschauen - aber desshalb braucht man nicht in Abbitte zu gehen !

P.P.P.S.: Hab wieder einen Beamer - s.o. !

Dienstag, 13. November 2007

My five cents concerning FON

FON ist ein spannendes Konzept - auch wenn ich bisher davon (ausser erhöhten Stromkosten) noch nichts hatte. Es gibt jetzt eine Initiative für das Glockenbach Viertel. Auf der Fon map ist davon noch nicht besonders viel zu sehen. Und leider sind aus dem Innenstadtbereich einige Fon Spots in den letzten Monaten wieder verschwunden. Was wäre also notwendig damit Fon IMHO ein durchschlagender Erfolg werden könnte:
  • Kooperation mit Partnern die HotSpots an Stellen betreiben die unterwegs attraktiv sind
  • Aktivitätskontrolle der FonSpots über das momentane netzwerkseitige Alive Signal hinaus
  • Noch restriktivere Handhabung des Gegenseitigkeitsgrundsatzes
  • Aktive Klärung von rechtlichen Randbedingungen insbesondere in Deutschland
  • Konzentration ENTWEDER auf dem Community Ansatz ODER die Kommerzschiene (der momentane Spagat wird Fon nicht erfolgreich machen)

Dienstag, 6. November 2007

Die Wüste gefriert schon wieder !

Auch ein Art von Klimawandel - die Eagels haben wohl die Schnauze voll von Plattenfirmen und bringen ihr erstes Studioalbum nach 28 (!) Jahren auf einem (noch) ziemlich ungewöhnlichen Weg auf den Markt. Die CDs gibts nur bei WalMart und Online !


Samstag, 27. Oktober 2007

Schau mir in die Augen, Kleines!

Das ist die Übersetzung des berühmten Ausspruchs von Humphrey Bogart in einer Synchronfassung von Casablanca (es gibt mehrere). Ich habe mich lange gefragt wie das im Original wirklich heisst (He / Here's Looking ...) und was es bedeutet.
Hier habe ich nun endlich eine plausible Antwort gefunden:
Dieses Zitat stammt aus einer frühen Synchronfassung des Films . In der neueren sagt Rick: „Ich seh dir in die Augen, Kleines!“ Im englischen Original lautet der Satz „Here's looking at you, Kid!“. Diesen Satz sagt Rick jedesmal, während er Ilsa mit einem Drink zuprostet und bedeutet, dass er auf ihr Wohl trinkt. Aus der deutschen Fassung „Ich schau Dir in die Augen, Kleines“, die dem englischen Ausdruck fast Wort für Wort entspricht, seinen Sinn aber völlig entstellt, lässt sich schließen, dass das originale Manuskript in zwei Stufen übersetzt worden sein muss. Der erste Übersetzer fertigte eine Wort-für-Wort Übersetzung an, in die ein zweiter Übersetzer versuchte einen Sinn zu bringen; vermutlich ohne den Film zu kennen. Streng genommen ist auch das englische Original falsch. Im Drehbuch stand nämlich: „Here's good luck for you“, ein Trinkspruch (also quasi schlicht "Prost"), den Bogart vernuschelt und so sinnentstellt hat.

P.S: Mehr zu Casablanca

Sonntag, 21. Oktober 2007

Cartier-Bresson

Mal wieder ein "Stern der Woche" für eine Ausstellung im Foyer der Versicherungskammer:
"H-C-B - The Early Work". Eine Ausstellung aus dem MOMA - zum ersten Mal in Deutschland und unbedingt sehenswert !

Volles Rohr

"Die guten Redaktionen sollten ihre Siele geschlossen halten, damit der ganze Dreck von unten nicht durch ihre Scheißhäuser nach oben kommt"

Hans-Ulrich Jörges vom Stern im Juni 2007 über die “Blog-Szene”

Dienstag, 16. Oktober 2007

Infektion Mensch

Sagt der eine Planet zum anderen:
"Du, mir gehts so schlecht. Ich glaube ich habe Homo Sapiens."
Erwidert der andere: "Keine Sorge, das geht vorbei!"

Es wird gerne davon gesprochen dass der Mensch dabei ist die Erde zu zerstören. Ich denke das ist übertrieben - wir zerstören höchstens die Lebengrundlagen des Menschen auf der Erde !

Dienstag, 9. Oktober 2007

Visionäre Unternehmer

Vor zehn Jahren hatte Michael Dell auf die Frage, was er machen würde wenn er Chef von Apple wäre, geantwortet: Ich würde das Unternehmen schließen und das Geld den Aktionären zurückzahlen.

Heute ist Apple mit über 140 Milliarden US-Dollar an der Börse mehr als doppelt so viel wert wie Dell mit gut 60 Milliarden.

Da ist es doch gut dass sich Micheal Dell weiterhin auf das Zusammenbasteln und Versenden von grauen standard PCs beschränkt und die Entwicklung und Vermarktung von innovativen Produkten anderen überlässt.

Sonntag, 7. Oktober 2007

Die sadomsochistische Sühnereligion

"Wenn Jesus vor zwanzig Jahren gestrorben wäre, dann trügen seine Anhänger heute elektrische Stühle statt Kreuze um den Hals"

Richard Dawkins

Freitag, 5. Oktober 2007

Wissenschaftliche Studien

Wissenschaftler haben die Daten von Tausenden Menschen aus 70 Ländern analysiert: Das subjektive Glücksgefühl des Individuums hängt demnach eindeutig mit der politischen Orientierung zusammen. Je weiter links ein Mensch eingestellt ist, desto unglücklicher ist er. Das Parteibuch der SPD oder gar der Linken damit der Grund für Unzufriedenheit ?

Ich denke das ist doch genau umgekehrt: Je schlechter es einem Individum geht (auch, aber nicht nur wirtschaftlich) desto unzufriedener ist es - und um so mehr wünscht es sich Veränderung - traditionell ausgewiesen Linke Vorstellungen. Ist ein Mensch jedoch mit sich und seiner Umwelt zufrieden ist der vorherrschende Wunsch dies beizubehalten, d.h. sich und alles um ihn herum möglichst wenig zu verändern - eine traditionell rechtskonservative Haltung.

Braucht es zu dieser Erkenntnis wirklich eine internationale "wissenschaftliche" Studie ?

Donnerstag, 4. Oktober 2007

50 Jahre Sputnik

Vor genau 50 Jahren wurde der Sputnik gestartet. Kurzfristig wurde dadurch der Wettlauf zum Mond ausgelöst. Langfristig steht dieses Datum IMHO vor allem für eine nachhaltige Veränderung unseres Bildes über die Erde.

Dienstag, 18. September 2007

Blogosphäre

Hab mich mal wieder in der sog. "Blogosphäre" umgeschaut. Blogs die weit vorne auf irgend welchen Blog Ranglisten auftauchen. Wenn man sich dort ein wenig durchklickt fällt mir eines auf:
Die meisten von denen sind Medienprofis, die "Schreibe" ist O.K., wirkt professionell ABER die Themen ! Eigentlich dreht es sich immer nur um Blogs - den eigenen oder den von anderen. Inhalte - Fehlanzeige !
Der Versuch der Selbstbestäubung oder Inzucht führt in der freien Wildbahn meist zu Fehlgeburten und Krüppeln. Die Spezies Blogger wird an ihrer einen Selbstverliebtheit eingehen. RIP.

Donnerstag, 16. August 2007

Classiker versus Sondermüll

Die Geschichte des Americas Cup, der ältesten Sporttrophäe geht auf das Jahr 1851 zurück. In den dreißiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts wurden die Regatten zwischen den wunderschönen "J-Klasse" Yachten ausgefahren. Viele dieser Boote sind noch heute erhalten und bereichern die entsprechenden Classiker-Events ("No one truly owns Endeavour, she's a part of yachting History, I'm delighted to be the current caretaker." Dennis Kozlowski). Danach wurde der Cup zwischen 12ern ausgetragen - deutlich kleineren Booten von denen aber auch heute noch viele Regatten ausgetragen werden.

Seit 1992 wird der Sieger mit Booten der „International America’s Cup Class“ (IACC) bestimmt. Das sind hochgezüchtete Rennmaschinen aus Carbon und Edelstahl - das einzige was davon erhalten bleiben wird ist das Blei der Kielbombe - alles andere ist nach Erfüllung der Aufgabe "Cup-Herausforderung" Sondermüll der absolut Alltags-Untauglich ist und mühsam entsorgt werden muss.

Mittwoch, 1. August 2007

Glück ist ...

mit am Spi brummenden Drachen durch den Sonnenuntergang rauschen !


31.07.2007 20:00 N47.9 E11.3

Mittwoch, 18. Juli 2007

Telecomcerto 2007

Nachdem die Gaga-Aktion "Rom an einem Wochenende wegen Billy Joel Concert" letztes Jahr ganz gut geklappt hat - und da diesmal mit Genesis das Konzert-Ereignis der Saison angekündigt war - sind wir also wieder für ein Wochenende in die "ewige Stadt" gedüst.


Nur ganz kurz soviel: Open-Air Concerte in Rom sind das einzig Wahre !

Sonntag, 8. Juli 2007

Der Mensch ist Mittelpunkt.

Der Mensch ist Mittel. Punkt.

Donnerstag, 28. Juni 2007

Deutscher Wein

Die Broschüre einer großen Wein-Einzelhandelskette. Vorgestellt werden auf vier Seiten vier Weine und ihre Winzer. Zwei aus Frankreich und jeweils einer aus Italien und Deutschland. Auf den zugehörigen Bildern sieht man einen Franzosen vor seinem Chateau - einen weiteren französischen Winzer der sich um seine Reben kümmert - vier herzlich lachende italienische Geschwister einer Winzerfamilie vor einer malerischen alten Trockenmauer - und Vater und Sohn aus Deutschland, kurzhaarig, großbäuchig, bierernst, vor Rüschengardinen und einer gerahmten Urkunde.

Warum mag ich keine deutschen Weine ?

Montag, 11. Juni 2007

China im Schnelldurchgang

über den Bund spaziert
den Garten des Fischers besucht
auf dem Li Fluss gefahren
Xi'an auf der Stadtmauer umradelt
TaiChi versucht im Himmelstempel
die verbotene Stadt durchquert
auf der Mauer gelaufen
und zum Schluss Peking Ente gegessen

Sonntag, 20. Mai 2007

Yacht Classic

Die dritte Ausgabe der "Yacht Classic" ist wieder ein Leckerbissen für alle "FKYs" geworden - für mich natürlich besonders wegen des Drachen Artikels ! Obwohl - teilweise trieft die Lobhudelei regelrecht aus den Seiten.

Kopierschutz / DRM / Kundennutzen

"Es ist sinnlos, die bezahlte Version einer Datei weniger gebrauchsfähig zu machen als eine Raubkopie" Aly Gillani

"Wenn sich eine Firma mehr um die mögliche Unehrlichkeit eines Kunden kümmert als darum, einen ehrlichen Kunden zufrieden zu stellen, dann besteht ohnehin ein großes Problem" Andreas Pfeiffer

Mittwoch, 16. Mai 2007

Team Germany (2)

Nun ist das Grossereigniss (zumindest aus nationalchovinistisch - deutscher Sicht) also vorbei. Nachdem es mit den sportlichen Erfolgen nicht so ganz geklappt hat möchte ich hier zumindest einen kleinen Trostpreis vergeben:

In der Kategorie "das mit Abstand hässlichste Boot" - and the Winner is ... Team Germany !

Ein weisses Boot, mit unsäglicher Werbung zugeschissen und mit einem schwarz-rot-goldenen Trauerrand "dekoriert" - den Preis hat Ihr euch ehrlich verdient !



Sonntag, 29. April 2007

Team Germany

"Der Amarica's Cup ist Schach, gespielt von Rugy Teams in Formel Eins Rennwagen"

Gut - jetzt ist mir alles klar. Oder können Sie sich erinnern dass die Deutschen jemals besonders gut Schach oder Rugby gespielt hätten - geschweige denn ein Formel Eins Auto bauen können ?

Donnerstag, 15. März 2007

Xbox 360



Eigentlich ist das Teil ja ganz gwandt - aber ...

- Im Spiele-Modus ist die Box unzumutbar laut und damit NICHT "Wohnzimmer geeignet". Nur zur Erinnerung: es gibt eine Festplatte, warum werden relevante Teile zum spielen nicht von DVD auf eben diese kopiert ?

- Nachladephasen von der DVD sind teilweise sehr lang. Warum muss eine Strecke um sie zum zweiten mal zu Befahren nochmal geladen werden ?

- Die Multimediafunktionen sind zu stark künstlich beschnitten. Warum können nicht alle Medien von allen Quellen gespielt / umkopiert werden ?

- Zur DVD Wiedergabe wird die HD-Ausgabe ausgeschaltet. Wenn ich eine DVD kaufe muss ich erwarten dass ein Wiedergabegerät diese auch in der höchstmöglichen Qualität ausgibt ! Es gibt hochskaliernde DVD Player - warum nicht auch mit der XBox ?

- Es gibt nur (wenn auch gute) analoge Videoschnittstellen. Was ist mit DVI / HDMI ?

- Warum gibt es z.B. keinen Webbrowser, und viele andere Funktionen die technisch möglich wären ?

Ich habe durchaus ein gewisses Verständnis für Kopierschutzmassnahmen. Und dafür dass der subventionierte Hardwareverkauf sich nur durch entsprechende Softwareverkäufe kompensieren lassen muss. Aber die massiven Funktionseinschränkungen fordern gerade dazu heraus sich einen Modchip einplanzen zu lassen ...

Dienstag, 27. Februar 2007

Familie

"Familie ist da, wo man ohne zu fragen an den Kühlschrank gehen kann"

Die sehr pragmatische Beschreibung eines Zustandes (in Spiegel Online). Ich erwarte von dieser Einrichtung immer noch etwas mehr - bin ich deshalb heute schon ein konservativer Hardliner ? Vieleicht so: Familie ist dort wo man an den Kühlschrank darf und gelegentlich ausser ranziger Butter und schimmelnden Essiggurken auch essbares findet.

Montag, 26. Februar 2007

Mea Culpa

Ich habe hier vor kurzem behauptet dass Scorsese mit Departed bei den Oscars wieder leer ausgehen wird - und mich getäuscht. Gratulation, damit wird ihm nun die Ehre zuteil die ihm für "Taxi Driver", "Goodfellas" u.a. schon gebührt hätte.

P.S. Wer seine Hauptdarstellerin zur Nominierung zuhause sitzen lässt dem gehört mal kräftig in die Weichteile gedonnert - Schäm Dich ins Mark !!!

Sonntag, 25. Februar 2007

Fremd|kör|per (etwas was von außen eingedrungen ist)

Mit diesem Fremdkörper kann ich mich frühestens dann anfreunden wenn die Asphaltwüste drumherum einer ansprechenden Platzgestalltung gewichen ist.


UND - wer eine Synagoge im Stadtzentrum fördert kann eine Moschee in der Peripherie kaum verhindern dürfen - ob sie ihm nun passt oder nicht !

Elegien



Was dabei herauskommt wenn ein erfolgreicher Werbefotograf als "Freizeitprojekt" seine Heimatstadt porträtiert ist momentan im Stadtmuseum München zu sehen.
Eindrucksvoll finde ich insbesondere den Prozess der Entstehung dieser Bilder und die Ausarbeitung (Konventionelle Grossformat - Silberfotografie, gescannt, mit Tintendrucktechnik auf dickes Büttenpapier gebracht und klassisch gerahmt).

Samstag, 10. Februar 2007

Demonstration

" Kein Techniker konnte mir bis heute erklären, wie das mit den Gaskammern technisch funktioniert hat"
Udo Pastörs, NPD Fraktionsvorsitzender

Als Ingenieur habe ich die Erfahrung gemacht dass ein praktischer Versuch oft durch nichts zu ersetzen ist. Dem sollten sich alle freiwillig unterziehen die heute wirklich ernsthaft an der Wirksamkeit der deutschen Zerstörungsindustrie zweifeln !

Dienstag, 6. Februar 2007

Stayfriends

Mich haben diese penetranten Mails von Stayfriends schon eine ganze Weile generft (... ein neuer Mitschüler hat sich angemeldet ... wollen Sie nicht ein Bild von sich hochladen, dann können Sie ...). Habe mich schon geärgert dass ich mich dort in einem Anfall von kurzfristiger geistiger Ohmnachtung mal angemeldet habe. Aber die Mail von heute hat das Fass zum überlaufen gebracht. Musste dann feststellen dass man sich dort so einfach garnicht austragen kann. Ihr könnt mich mal ! Alle !

Sonntag, 4. Februar 2007

Gotan Project

Ein ganz dicker Stern der Woche für das Konzert von Gotan Project in der Muffathalle.

Mittwoch, 17. Januar 2007

Das Ich

Das moderne Ich ist "ein schwankendes Bauwerk, das wir aus Fetzen, Dogmen, Kindheitsverletzungen, Zeitungsartikeln, Zufallsbemerkungen, alten Filmen, kleinen Siegen, Menschen die wir hassen, und Menschen die wir lieben, zusammensetzen".

Dies behauptet Salman Rushdie, IMHO ziemlich treffend. Aus dem Beiheft von "Engel" der Münchner Kammerspiele.

Donnerstag, 11. Januar 2007

Französische Filme

Mal wieder festgestellt warum ich französische Filme aus den 70ern so interessant finde: weil es sie gibt !!!

Zum Beispiel diesen hier: Das wilde Schaf. Mit Romy Schneider, Jean-Louis Trintignant und Jane Birkin. Von 1974. Ein Mann schafft den gesellschaftlichen Aufstieg durch die Betten schöner Frauen.


"Wenn du gut drauf bist hast du Talente die der Mühe wert sind" - In Memorian Romy Schneider - Vor genau 25 Jahren kam der letzte Film mit ihr in die Kinos.

Samstag, 30. Dezember 2006

Danke Anke !

Oder war das etwa keine Absicht ? Wer die letzen 10 Minuten der unsäglichen "5 Millionen SKL Show" gesehen hat weiss was ich meine.

Mittwoch, 27. Dezember 2006

Griesgrämige Mullahs

... unter diesem Titel findet man im KulturSpiegel eine Zeichnung von Parsua Bashi

Passt perfekt zu den Feierlichkeiten des kollektiven Konsumrausches ...

Montag, 25. Dezember 2006

Sofa Cinema

Diese Feiertage sind cineastisch etwas anstrengend - bisher gesehen:

The Big Lebowski (TV)
Heat (TV)
Scoop (es geht auch anders ;-)
Der Himmel über Berlin (DVD)
Tatsächlich Liebe (TV - so nebenbei)
Weißer Oleander (TV)
Die Kinder der Monsieur Mathieu (TV)
Vertigo (TV)
Scarface (TV)
Babel (endlich wieder mal Arri Kino)
Play it Again, Sam ;-)
Out of Africa (DVD)
Liebe braucht keine Ferien (Kino)
Italian Job (TV)
Ein Glückliches Jahr (TV)
Ticket to Love (TV)
Der Pate (DVD)
Departed (Kino, aber einen Oscar wird Scorsese dafür wieder nicht kriegen !)


...

In Memoriam

Wenns so weit gekommen ist dass man seinen MegaHit "Sex Machine" bei Stefan Raab auf dem Sofa sitzend zum besten gibt - spätestens dann ist es so weit abzutreten. In Memoriam James Brown.
P.S. Ich bin mir nicht sicher was Schlimmer ist - "Sitzend" oder beim "Raab" - dieser Auftritt war doppelt uferlos. Wem diese Musik gefällt der sollte dringend mal ein Konzert von Maceo Parker besuchen - Funk is still Alive !

Mittwoch, 6. Dezember 2006

Süddeutsche versus Anselm Kiefer

Auf der letzten Seite des Wochenendteils der Süddeutschen befindet sich immer ein Interview. Mehr oder minder interessant - da mit mehr oder minder interessanten Personen aus dem Bereich Kultur/Politik/Sport in Europa. Nr. 278 von Anfang Dezember brachte ein Interview mit Anselm Kiefer ("Anselm Kiefer über Sinn"). IMHO eines der besten bisher. Hauptsächlich wegen der Person und der Arbeit dieses Künstlers.
Ich habe dann ein wenig gesucht was man über Anselm Kiefer alles an Informationen im Internet finden kann. Zum Beispiel ein Interview in der Zeit von 1999. Geführt von Peter Handke. IMHO unlesbar. Aber online zugänglich. Das Interview in der Süddeutschen dagegen befindet sich im Bezahlbereich des Online-Auftritts. Glaubt man in der Führung dieses Verlagen im Ernst dass man auf diese Art in Zukunft Geld verdienen kann ???

Sonntag, 26. November 2006

Fotobuch

Zuerst mal der Hinweis auf ein IMHO wunderbares neues Fotobuch aus dem Verlag Schirmer-Mosel:

Annie Liebovitz - A Photographers's Live - 1990-2005


Und nun habe ich mich gefragt warum ich dieses Buch so besonders finde. Das ist doch nur eine brutale Nabelschau, ein Prominentenvoyeurismus - und indiskret ist es auch noch.

Es gibt aber zwei Punkte die es für mich ganz besonders machen:

- Es gibt wenige Menschen die ihr Privatleben überhaupt dokumentieren - ja gut, es gibt jede Menge Hochzeits- und Urlaubsfotos - aber das ist nicht das alltägliche Privatleben.

- Es gibt wenige Menschen die offensichtlich die Gabe haben so selbstverständlich und nebenbei das Geschehen in um sie herum in ansprechenden Bildern festzuhalten.

Das Zusammentreffen dieser beiden Punkte macht daraus ein sehr ungewöhnliches Buch ! Unbedingt reinschauen !

Sonntag, 19. November 2006

Kirchenglocken

Als ich vor einigen Wochen gelesen habe dass ein Pfarrer in Bayern verurteilt werden sollte da er aus Protest gegen eine NeoNazi Demo die Kirchenglocken läuten ließ hatte ich schwere Bedenken ob diese Gesellschaft (in Form der Justizbehörden) noch alle Tassen im Schrank hat. Die generellen Zweifel sind zwar geblieben, aber das Verfahren gegen den Pfarrer wird nun offenbar eingestellt. Unter anderen wegen der Intervention der bayerischen Staatsregierung - eine der wenigen Pluspunkte die Edi bei mir bisher sammeln konnte !

Erpressung

"Zu den guten Dingen in meinem Leben zählt, dass ich nicht emotional erpresst wurde. Normalerweise ist es das, was man von seiner Familie auf den Lebensweg mitbekommt."
So weit Jack Nicholson im Interview im SZ Magazin. Ich denke es hängt im wesentlichen davon ab wie weit man sich erpressen lässt. Nicht jeder ist stark genug diesem auszuweichen.

Sonntag, 22. Oktober 2006

Max Frisch

Trotz allem Frusts ein wunderbares Buch wiederentdeckt:

Fünf Orte im Leben von Max Frisch, gesehen von Fernand Rausser, Surkamp 1981. Und warum ? Robert Lebecks Beschreibung seiner Begegnung mit Max Frisch zeigt gleichzeitig eine Begeisterung für diesen Menschen und eine kritische Distanz. Ich beneide andere Menschen normalerweise nicht um ihr Leben - Robert Lebeck bildet da eine Ausnahme - nicht nur wegen der Begegnung mit Max Frisch (Romy Schneider ...)