Dienstag, 30. Dezember 2008

mare - Zeitschrift der Meere

mare ist IMHO das schönste Magazin auf dem deutschen Zeitschriftenmarkt. Insbesondere auch im Vergleich zu den unsäglichen Fotozeitschriften - dort geht es seit Jahrzehnten nur um Auflösung und Megapixel - bei mare dagegen um Bilder ! Wunderbar ist auch das Sonderheft "Kulinarik" - besonders die Reportage mit den Bildern von Lucas Wahl aus Israel. Dort sieht man wie Israelis und Palästinenser zusammen in Fischfarmen an der Küste arbeiten und leben. Oder zusammen gelebt haben - nach den aktuellen Ereignissen ...

Montag, 29. Dezember 2008

Abschied vom Lenbachhaus

Münchens schönstes Museum - das Lenbachhaus - verabschiedet sich momentan mit einem Highlight: der großen Kandinsky Retrospektive.

Aufgrund der Schenkung von Gabriele Münter besitzt das Museum selbst schon viele Werke von Kandinsky - durch die zahlreichen Leihgaben anderer Museen zeigt sich nun ein noch vollständigeres Bild von seinem Werk. Warm werde ich jedoch trotzdem nicht damit.

Die nächsten mindestens drei Jahre wird das Haus für einen großen Umbau geschlossen. Das Konzept stammt von keinem geringeren als Sir Norman Foster - der u.a. auch für die Reichstagskuppel, das Museum in Nimes und den grossen Hof des Britisch Museum verantwortlich ist - allesamt architektonische Meisterwerke. Die Umbaupläne in München werden in vielen Modellen und Simulationen vorgestellt - erster Eindruck: Schade, vergleichsweise Lau ! Aber ich lasse mich in drei Jahren gerne vom Gegenteil überzeugen !

Der Blick auf mein Lieblingsbild der Sammlung wird mir fehlen:

P.S.: Die (ein)farbigen Wände zur Präsentation der Werke des Blauen Reiter waren gekonnt, der Augenkrebs in einigen Räumen aber IMHO grausam - was ist im neuen Haus geplant ? 

P.P.S.: Die zeitweise langen Schlangen an den Kassen lassen sich Abends gut umgehen - Jeden Tag ausser Montag bis 22 Uhr geöffnet !

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Heiliges Land

Es weihnachtet mal wieder kolossal auf diesem Globus.

Die Hamas feuert 70 Kassams auf israelisches Gebiet (Sachschaden, kein Verletzten).

Israel bereitet einen Gegenschlag vor der momentan nur durch das Wetter verzögert wird (xxx Tote Minimum).

Der Papst betet und will im Mai nach Nahost Reisen (als ob Christen dort nicht schon genug Unheil angerichtet hätten).

Deutschland liefert die Waffen - und wird Wiederaufbauhilfe leisten.

Und jetzt geht alle schön in eure Kirchen und singet: "Großer Gott wir preisen dich" !

P.S. (27.12.): Inzwischen steht es 1:200 - Gratulation ! Zynisch ? Ja - aber wie sonst ertragen ?

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Ida Sand - Midnight Voice

Das Weihnachtskonzert von Nils Landgren hatte noch einen besonders guten Nebeneffekt. Am Piano saß Ida Sand - und ihre eigene Einspielung von 2007 "Meet Me Around Midnight" läuft hier momentan in Dauerrotation - unbedingt reinhören !

P.S.: Am 28.05.2009 wird Ida Sand im Prinzregententheater München auftreten - IMHO die falsche Location - aber der Termin ist vorgemerkt !

Montag, 22. Dezember 2008

Bundeshauptstadt

Ich war damals nicht begeistert als beschlossen wurde den Regierungssitz von Bonn nach Berlin zu verlegen. Ich bin aber immer wieder begeistert in Berlin zu sein - nicht weil die Stadt so schön wäre, aber so interessant. 

Insbesondere im Vergleich zu dem Provinzdorf in dem ich lebe (das vergleichsweise sehr schön ist - aber eben vergleichsweise auch stinklangweilig).

Und ich befürchte inzwischen dass Berlin ohne die Verlegung der Ministerien und all des Anhangs wirtschaftlich restlos abgekippt wäre.  So gesehen wohl doch die richtige Entscheidung ...

Samstag, 20. Dezember 2008

Robert Lebeck

Die Ausstellung ist eigentlich allein schon eine Reise nach Berlin wert.

Dienstag, 16. Dezember 2008

Scheiss Gedudel

Ich bin bekennender Weihnachtsmuffel - eigentlich sogar Weihnachtshasser. Momentan mache ich mir ernsthaft Sorgen um meinen geistigen Zustand - oder ist das schon Altersmildheit ? - ich höre Weihnachtslieder - sogar Live ! Nils Landgren hat es geschafft - und sicher auch die Tatsache dass ich der schwedischen Sprache wenig Mächtig bin - so gehen einem zumindest die Texte der meisten dieser senilen Lieder am A vorbei.

Risky Business

Der eben genannte Teenie ist mit einen Film in seine Karriere als Schauspieler gestartet der nicht weiter erwähnenswert ist. Aber eine Szene daraus wurde in den letzten 20 Jahren immer wieder gerne zitiert.
Auch hier wird er aber nachträglich wieder von einer Frau an die Wand gespielt  - in einem Werbespot !
Von diesem Spot gibt es übrigens zwei Versionen - den züchtigen mit Hemd für den europäischen Markt und den ohne für Amerika. Ja - da läuft was falsch !

Hauptstadt des Widerstands

Nein, nicht alle Deutschen waren Nazis !

Ich bin aber immer wieder erstaunt wenn ausgerechnet dieser unsägliche 20. Juli als Datum herhalten muss um das zu bezeugen. Auch jetzt wieder angesichts eines Filmstarts - mit einem Schauspieler in der Hauptrolle der bekannt ist durch Teenieschmonzetten, eine Ex die ihn immer locker an die Wand gespielt hat und seine Bekenntnis zu einer radikal intoleranten Sekte.

Zeichen für den Widerstand waren für mich der Anschlag im Bürgerbräukeller und die Flugblätter der Weissen Rose in der Aula der LMU - nicht der viel zu späte missglückte Bombenanschlag dieses feigen adeligen Offizierspacks das jahrelang mitgespielt hat bei allen Grausamkeiten Nazideutschlands !

Darum ist München nicht nur Hauptstadt der Bewegung sondern auch des Widerstands !

Sonntag, 7. Dezember 2008

Thinkin Mans Pop

Die beiden Talkin Head Masterminds Davis Byrne und Brian Eno haben nach langer Zeit wieder ein Album veröffentlich - offensichtlich ohne zeitlichen und kommerziellen Druck. Und an den Plattenfirmen vorbei im Direktvertrieb über das Internet. Ohne Kopierschutz oder sonstigen DRM Spielereien. IMHO absolut nachahmenswert und die Zukunft des Musikbusiness !


Sonntag, 30. November 2008

Hauptstadt der Kreativen

Peter Fox beweist momentan mal wieder dass die deutsche Kreativhauptstadt sicher nicht Hamburg, Düsseldorf, Köln oder München heisst - sondern Berlin !

Die Texte seines Albums "Stadtaffe" schwanken zwischen genialem Schwachsinn und klugen Beobachtungen - so wie schon bei den Helden, natürlich auch aus Berlin.

Das Konzert in der Muffathalle in München ist schon ausverkauft - aber im März 09 gibt es eine zweite Chance.

Samstag, 29. November 2008

Gisele Freund in München

Nachdem das Fotomuseum im Stadtmuseum an schläfrigkeit schwer zu überbieten ist entwickelt sich das Foyer der Versicherungskammer immer mehr zu Hot Spot was Fotoausstellungen in München betrifft.

Die Räume sind nach dem Umbau freundlicher und offener - ideal für Ausstellungen dieser Größenordnung.

Von der Fotografin Gisele Freund selbst war ich nicht so begeistert - wenn man Ihre Künstlerportraits mit denen ihrer Zeitgenossen, wie Bresson, vergleicht sieht man doch einen krassen Interschied zwischen können und wollen ...

Hauptstadt der Bewegung

Bisher war ich eigentlich der Meinung dass München eher aus geographischen Gründen "Hauptstadt der Bewegung" wurde. Die bayerische Landeshauptstadt war und ist nunmal die erste deutsche Großstadt auf dem Weg von Österreich nach Deutschland. Besonders radikale oder nationalchauvinistische Tendenzen hätte ich hier eigentlich nicht vermutet, weder damals noch heute.

Aus einer aktuellen Studie der Friedrich Ebert Stiftung lässt sich aber durchaus anderes ableiten. Bundesweit tendieren nur gut 5% der Befragten zu einer Diktatur, in Bayern sind es über 8%. Für Nationalchauvinismus (18% zu 30%), Ausländerfeindlichkeit (25% zu 39%) und Antisemitismus (9% zu 17%) liegen die Tendenzen noch eindeutiger auseinander. Sind Bayern doch bornierter als der Rest der Republik - wie es viele nördlich der Donau schon immer vermutet haben ? Oder nur ehrlicher wenn sie nach ihren Ansichten gefragt werden ?

Donnerstag, 27. November 2008

Porno mit Anspruch

In den letzten Jahren sind einige Filme (Brown Bunny - Shortbus - RomanceX - Baise Moi - 9 Songs - En la Cama) im "Mainstream Kino" angekommen die sexuelle Handlungen explizit zeigen - und somit auch als Pornofilme bezeichnet werden können.
Die Aufregung war groß - speziell wenn die Filme im Programm von großen Festivals wie in Cannes gezeigt wurden.

Ich rege mich eher über eine Gesellschaft auf in der Mord und Totschlag schon im Vorabendprogramm genüsslich und detailliert ausgebreitet werden kann - ein Geschlechtsorgan in Aktion aber für einen Skandal sorgt.

Die Filme selbst sind teilweise stinklangweilig, ermüdend oder nervig. Einzig Romance und Nine Songs halte ich für durchaus sehenswert.

P.S: Noch mehr Porno mit Anspruch

Sonntag, 23. November 2008

Kochrezept

"Wie es schmeckt, hängt von der Küche ab und davon, wen man beim Kochen küsst"

Alberto Alessi, der seit sechs Jahren an seiner Küche baut - inmitten eines Weinbergs

Mittwoch, 5. November 2008

Wahlen und Realität

Gratulation !!! Das hätte ich euch nicht zugtraut. Aber an alle die sich jetzt besonders überschwänglich freuen: Meint ihr wirklich Obama kann es gelingen "To make the world a better place" - im Alleingang und vor dem Hintergrund von Fanatismus und Wirtschaftskrise ?

Sonntag, 2. November 2008

Zeit in der Glyptothek

Lauf, Maxi, Lauf


Garnicht so leicht der Aufforderung nachzukommen - wenn man schon so lange unbeweglich dasitzt wie Max I. Josef vor der Oper

Brodermann und die Brandstifter

Henrik M. Broder darf mal wieder polemisieren. Diesmal in keiner der einschlägigen Talkshows, sondern im Spiegel (Online). Nach dem der Artikel ein Auszug aus seinem neuen Buch ist wird er aber sicher in den einschlägigen Talkshows auch noch zu Wort kommen.
Der Zustandsbeschreibung der westlichen Gesellschaft, die Herr Broder nun seit einigen Jahren nicht müde wird hinauszuposaunen, kann ich durchaus folgen. Fatal ist aber dass von ihm keinerlei Vorschläge kommen wie die westlichen Demokratien mit dieser Situation umgehen sollen. Brandstiften ist leicht, Brände löschen sehr viel komplexer. 

Samstag, 1. November 2008

Erfahrung mit Äpfeln

Ein Jahr Mac - Zeit für ein kurzes Fazit


PROs:
  • Zeitloses und einzigartiges Design der Hardware
  • Beispielhafte Integration von Hardware und Betriebssystem
  • Betriebssystem mit den wichtigsten Anwendungs-Grundfunktionen ausgestattet
  • Gutes Software Benutzerinterface (aber nicht besser oder intuitiver als Vista)
  • Sehr guter Software Update Service
  • Hoher WAF (Woman Acceptance Factor)

CONs:
  • Preis/Leistungsverhältnis zumindest inzwischen inakzeptabel
  • Empfindliche Hardware, mittelmäßige Verarbeitungsqualität (MacBook weiss)
  • Spiegelndes Display mit kleinem Blickwinkel
  • Eingeschränkte Softwareauswahl, insbesondere im OpenSource Bereich (z.B. Gimp native)
  • Hohe Wärmeentwicklung, geringe Akkulaufzeit und Akkulebensdauer

Mein Fazit: Damals ein guter Kauf (zumindest mit Bildungsrabatt) - beim heutigen Preisgefüge weiss ich nicht ob ich wieder zu einem MacBook greiffen würde. Und ich bin definitiv nicht so begeistert um zu sagen "Windows ade, ab jetzt nur noch Mac".
Apple kocht auch nur mit Wasser - sogar mit genau dem gleichen (Intel) wie die Mitbewerber. MacOS X ist nicht durchgängig besser als Vista - nur anders. Und die höhere Systemsicherheit gegen Angriffe aus dem Netz ergibt sich nur aus der geringeren Verbreitung (nicht durch bessere Entwicklung, auch hier nur Wasser)

Freitag, 31. Oktober 2008

Ian Mackinnon

Danke Anke ! Für den Hinweis auf auf den Kurzfilm Adjustment des britischen Filmemachers Ian Mackinnon.

Sonntag, 26. Oktober 2008

Juden und Manager

Wenn man in der deutschen Medienlandschaft und damit der Öffentlichkeit einen markanten Knaller landen will bietet sich auch heute noch ein Vergleich mit Nazis oder Juden an. Helmut Schmidt hat das kürzlich vorexerziert - und Hans Werner Sinn hat nun mal locker nachgelegt. Beide Vergleiche sind gleichfalls treffend als auch an den Haaren herbeigeholt. Beide bringen notwendige und wichtige Diskussionen in keiner weise voran. Aber beide stammen von Medienprofis denen man unterstellen kann dass sie genau wissen was sie damit erreichen ! 

Montag, 20. Oktober 2008

Wetteronline Spirale


Wie kann man ein Regenradar so manipulieren dass sich so eine Spirale ergibt ?

Samstag, 18. Oktober 2008

Montag, 13. Oktober 2008

Apropos H. aus Österreich

Wie das 20. Jahrhundert wohl verlaufen wäre wenn rechtsradikale Populisten aus Österreich auch vor 75 Jahren schon mal zu schnell gefahren wären ?

Montag, 6. Oktober 2008

Letzte Ausfahrt Sommer

Oben ohne - solange es noch geht

Freitag, 3. Oktober 2008

Burn after Reading

Die zwei Coens sind schlicht genial. Sie schaffen es in einem kleinen harmlosen Film die smartesten Hollywood Schauspieler (Pitt / Clooney) und das gesamte FBI als komplette Vollidioten darzustellen. Wem Fargo gefallen hat der wird Burn after Reading lieben.

Classic Sail Photography

Tolle Photos von dem Classic Sail Event gibst unter folgender Adresse :  regattanews.com


Donnerstag, 2. Oktober 2008

Dumme amerikanische Verbraucher

Amerikanische Verbraucher sind dumm. Sie finanzieren ihre Ausgaben überwiegend durch Kredite. Und wenn sich der Wert ihren kreditfinanzierten Immobilien erhöht stocken sie ihre Beleihung auf um die nächste Anschaffung zu finanzieren. Sie bilden keine Rücklagen, die Sparquote ist gering oder sogar negativ.

Deutsche Verbraucher sind viel intelligenter. Sie finanzieren nur Immobilien durch Kredite, mit einer hohen Eigenkapitalquote, und sie Tilgen diese Kredite möglichst schnell. Die Sparquote ist hoch, der Lebensabend soll schießlich gesichert werden.

In der Folge ertrinken deutsche Banken in Einlagen die sie anlegen müssen. Anlagen in Deutschland sind unrentabel - also wird das Geld z.B. in Amerika angelegt.

Momentan kollabiert die amerikanische Bankenlandschaft aufgrund der Ausgabegewohnheiten der "dummen" amerikanischen Verbraucher, als letzten Rettungsversuch übernimmt der Staat die Verbindlichkeiten seiner Bürger mit Steuermitteln. Die "intelligeneten" deutschen Verbraucher sind natürlich fein raus mit ihren Rücklagen - die gerade in Amerika den Bach runter gehen ...

Ich werde mir eine neue Überschrift überlegen müssen !

Dienstag, 30. September 2008

Bilderberg

Die Lektüre von vielbeachteten Blogs (z.B. Blogcharts) ist für mich im Allgemeinen eher langweilig und ermüdend - da sich die Blogosphäre überwiegend mit sich selbst beschäftigt und/oder dermaßen hoffnungslos am linken Rand der Gesellschaft angesiedelt ist dass eine sehr eigenartige Reflexion über unsere Lebenswirklichkeit publiziert wird.
Ab und an finden sich aber durchaus Schnippsel an denen ich hängenbleibe. So zum Beispiel kürzlich ein Hinweis auf die "Bilderberg Gruppe". Die seit über 50 Jahre stattfindenden Konferenzen dieser Organisation sind mindestens genauso relevant und untergründig wie die Sicherheitskonferenz oder der Weltwirtschaftsgipfel - aber (zumindest noch) nicht von Medienberichterstattung und Protesten begleitet.

Sex und Californication

Californication ist ein sog. Portmanteau, es kombiniert die Bedeutung und Aussprache von zwei anderen Worten - dem amerikanischen Bundesstaat Kalifornien und dem englischen Wort für Unzucht - fornication.

Californication ist ein 1999 erschienenes Album der Red Hot Chili Peppers. Das gleichnamige Titelstück ist das bekannteste der kalifornischen Funkrock Band.

Californication ist der Titel einer neuen amerikanischen TV Serie von 2007 die momentan bei uns anläuft. Angekündigt wurde die Serie als "Sex and the City für Männer".

Fazit nach der ersten Folge: Ja, Sex gibt es genug - aber die City ist einfach die falsche !

Sonntag, 28. September 2008

Grüne Wahlplakate

Die Wahlplakate der Grünen zu den Landtagswahlen 2008 in Bayern - "Maibaum und Windrad" - wurden mit einem Preis ausgezeichnet. Für hervorragende Plakatgestaltung. 

Ich finde die Gestaltung des Plakats auch hervorragend. Aber mich hat die Aussage sehr verärgert. Da sie deutlich macht dass die Grünen eben keine Antwort auf die Frage geben wie nach einem (IMHO notwendigen und richtigen) Ausstieg aus der Atomenergie die Versorgungssicherheit auf unserem Strommarkt sichergestellt werden soll. Windräder am Maibau sind ein schönes Symbol - aber sie sind auch naiv und weltfremd !

Dienstag, 23. September 2008

Rosemarie Magdalena Albach-Retty


Romy Schneider wäre heute 70 geworden. Und sie wäre sicher auch heute noch eine interessante Frau. Und sie hätte in den letzten 25 Jahren in spannenden Filmen mitgewirkt. Und trotzdem macht mich das nicht traurig - sondern ich freue mich über die Rollen die sie in den 25 Jahren bis dahin gespielt hat.


Montag, 15. September 2008

Alte Deppen

Wenn Frauen altern werden sie unattraktiv. Es gibt IMHO nur wenige Beispiele bei denen sich dieser Effekt anscheinend zumindest enorm verzögert (Laren Bacall, Catherine Deneuve, Meine ;-) ...)
Wenn Männer altern werden sie Deppen. Als eine der wenigen Ausnahmen habe ich bisher unseren Altkanzler Helmut Schmidt gesehen - für mich war er zumindest der einzige für den ich die Bezeichnung "Altkanzler" angebracht fand.
Und nun gibt der sich ausgerechnet in der BamS auch als alter Depp zu erkennen - Schade !
Wobei ich solche alten Deppen noch sehr viel eher achten kann als die vielen jungen Deppen rundherum (Möllemann, Friedmann, Lafontaine, ...)

Freitag, 12. September 2008

Wahl-O-Mat und ÖDP

Liebe ÖDP,

ich möchte allen Verantwortlichen hiermit sehr herzlich zu ihrem juristischen Sieg in Sachen Wahl-O-Mat gratulieren. Einen potentiellen Wähler haben Sie aber damit mindestens endgültig vergrault. Glückwunsch !!!

Mittwoch, 13. August 2008

Annie Leibovitz


Das Bild hat Annie Leibovitz am 8. Dezember 1980 im Apartment der Lennons aufgenommen. Wenige Stunden später war John Lennon tot - erschossen vor seiner Haustüre. Die Photographin erinnert sich dass auch Yoko Ono sich eigentlich ausziehen wollte für die Aufnahme - sie hat sie aber davon abgehalten - und damit die Unsymmetrie in der Beziehung des Paares bildlich dargestellt. Die Beatles haben sich schon Jahre vorher getrennt - aber erst der Tod Lennons hat diese Trennung im Bewusstsein der Fans unwiderruflich gemacht. Dadurch steht das Bild auch für das unwiderrufliche Ende einer Ära - die Zeit von Flower Power, Freier Liebe und eben der Beatles. Der Rolling Stone veröffentlichte die Aufnahme am 22. Januar 1981 auf seinem Titel.


Dienstag, 12. August 2008

Die "Grand Tour" war im 18ten Jahrhundert der obligatorische Abschluss einer adeligen Ausbildung. Anfangs für englische Blaublüter, später auch für andere Gutbetuchte vom Kontinent.
Die Stecke führte damals mindestens über folgende Stationen:
  • Über den Kanal nach Frankreich
  • Paris
  • Savoyen oder Provence
  • Über die Alpen nach Italien
  • Florenz und andere Städte der Toskana
  • Rom
  • Capri, Ischia, Vesuv
  • Sizilien
  • Venedig und die Palladio Villen im Veneto
  • Über den Brenner in den germanischsprachigen Raum
  • Wien, Berlin oder München
  • Baden-Baden, Karlsbad oder Marienbad
  • Über Holland zurück auf die Insel

Man ließ sich Zeit damals, die Tour dauerte schon allein wegen der schlechte Straßenverhältnisse viele Monate, konnte aber leicht auch über Jahre ausgedehnt werden.

Heute ist die Welt kleiner geworden. Eine durchschnittliche japanische Touristengruppe schafft dieses Pensum locker in einer knappen Woche.

Wie würde eine "Grand Tour" heute aussehen ? Ich stelle mir da sowas in dieser Art vor: WorldTrip

Freitag, 8. August 2008

Menschenrechte

Am 2.10.1968 - zehn Tage vor der Eröffnung der Olympischen Spiel in Mexiko - wurden über 300 friedlich protestierende Studenten auf einem Platz in Mexiko-City von der Polizei erschossen. Die Spiele fanden statt, die Bild Zeitung äusserte lediglich eine gewisse Besorgnis darüber ob die Ereignisse auf die Veranstaltung übergreifen könnten.
Was wäre passiert wenn in den letzten Wochen Menschen auf dem Platz des himmlischen Friendens getötet worden wären ?
Ist die Welt humaner geworden, zählen Menschenrechte heute mehr ?

Samstag, 2. August 2008

Olympische Spiele

Olympische Spiele sind sportiv verpackte Massenaufmärsche. Sie haben schon immer vorallem dazu gedient dem Veranstalter wirtschafliche und politische Vorteile zu verschaffen. Daher kann ich auf die jetzt beginnenden Spiele in Peking verzichten - nationalchauvinistisches Fahnenschwingen und Hymnenschmettern ist einfach nicht mein Fall.

Freitag, 1. August 2008

München am Chiemsee

In der Zeitschrift "Yacht" ist ein Photo von mir zu einer kurzen Meldung über die "Münchener Woche", eine Klassiker-Segelveranstaltung am Starnberger See mit mittlerweile hundertjähriger Tradition, veröffentlicht worden. Dass die Redaktion die Veranstaltung kurzerhand an den Chiemsee verlegt hat ist für mich nur ein kleiner Schönheitsfehler ... 



Montag, 28. Juli 2008

Alles Fassade

Von Volterra nach Obersendling

Dienstag, 15. Juli 2008

Boule, Salsa und Blitzkrieg

"Boule spielen, das ist ja kurz vor dem Salsatanzkurs. Wir deutschen bauen Autos oder fangen Kriege an. Aber wir schubsen keine Kugeln durch den Park".
Dr. Psycho

Sonntag, 13. Juli 2008

Schwimmflügel


Wenn das hier noch lange so weitergeht bekomme ich die Krätze ! Mein Spider braucht schon Schwimmflügel !

Gefrierschrank PdM

Der "Setzkasten" in der PdM ist, zumindest für den Architekten, schon ein Ärgernis. Dass man diesem Setzkasten momentan auch noch einen würfelförmigen Gefrierschrank vorgesetzt hat ist die Entgleisung im Quadrat. Liebe Verantwortliche der PdM, habt ihr wirklich gar keinen Respekt vor Räumen und Proportionen ?


Am Eingang gibt es Decken um dem "Kälteschock" vorzubeugen - und drinnen bei Minus 11 Grad ein Objekt (oder sollte man besser sagen eine Werbeinstallation für BMW) von Olafur Eliasson - dessen Werke ich sonst durchaus schätze.


Muss man für so ein paar Eiszapfen wirklich ein ganzes Museum verunstalten ?

Sex on Wheels

Die Daimler Ausstellung in der Pinakothek der Moderne in München ist eher ernüchternd (Größe / Präsentation). Aber zumindest ein Teil der Exponate, insbesondere der "Autobahnkurier" (Mercedes Benz 500K Hermann Ahrens) ist der Hammer - oder schlicht "Sex on Wheels"

Mittwoch, 9. Juli 2008

Robert Capa - Photograph

Richard Whelans 1985 erschienene Biographie des legendären Photographen Robert Capa ist absolut beeindruckend. Nicht nur wegen der vielen Details die hier aus sehr unterschiedlichen Quellen zusammengetragen wurden. Und auch nicht nur weil es möglicherweise leichter ist über das extravagante Leben des 1913 in Budapest geborenen Andre Friedmann (alias Robert Capa) auch ein beeindruckendes Buch zu schreiben. Mich hat vorallem die enge Einbindung der Biographie in eine lebendige Schilderung der zeitlichen Umstände fasziniert. Und es wirft einen Blick auf die Art wie (übrigens weltweit) Faschismus entstanden und mit im umgegangen wurde.


Dienstag, 8. Juli 2008

842 Illegale

Der iPod eines Teenagers beherbergt (laut einer Studie) im Schnitt 842 illegal kopierte Lieder - (Wenn ich mir meinen iPod anschaue muss ich mich fragen "NUR ?" - wobei man sich durchaus fragen kann was illegal ist).

Angenommen das ist richtig - dann bedeutet dies bei 40 Mio verkauften Ipods pro Jahr einen "Umsatzverlust" für die Musikindustrie von 33 Milliarden Dollar. Um diese Zahl einordnen zu können muss man wissen dass die Musikindustrie weltweit einen Umsatz von "nur" 25 Milliarden Dollar macht.

Meine Meinung:

Rechte an geistigem Eigentum sind eine Basis unseres heutigen Wohlstandes. Wenn wir Rechte an geistigem Eigentum nicht verteidigen oder diese gar abschaffen dann können wir uns alle wieder einen Acker suchen zum Pflügen.

ABER

Wenn eine Branche sich nicht mehr primär mit der Schaffung geistigen Eigentums beschäftigt sondern nur noch mit der Durchsetzung von (teilweise vermeintlichen) Rechten dann hat sie ihre Berechtigung verloren - und die Musikindustrie ist da momentan verdammt nah dran.

ZweiAbende

Mittwoch, 18. Juni 2008

Donnerstag, 12. Juni 2008

Remakes

Remakes im Kino kommen selten auch nur ansatzweise an das Original heran. Breathless ist ein gutes Beispiel dass man an das Original (A Bout de Souffle) zumindest sehr nah herankommen kann. "Scent of Woman" von 1982 ist der einzige Film den ich kenne der das Original (Profumo di donna) von 1974 um Längen schlägt !

P.S.: Il Profumo läuft gerade auf 3Sat

Mittwoch, 11. Juni 2008

Twins II


      Nadeln - Schindeln

Freitag, 6. Juni 2008

Buchtip - Robert Frank

Die FAZ bezeichnet diese Buch schlicht und bescheiden als "Fotobuch des Jahrhunderts" und als "Detonation". Die Erstausgabe erschien 1958, die Bilder entstanden von April 1955 bis Juni 1956 zwischen New York und Kalifornien. Für ein Exemplar der Erstauflage zahlen Sammler vierstellige Beträge - der Steidl Verlag hat nun zum 50sten eine Neuauflage herausgegeben.



Die Ablehnung die dieses Buch damals in Amerika selbst erfahren hat ist für mich heute nicht mehr nachvollziehbar. Und wie es dem Liftgirl heute geht würde ich auch gerne wissen. 

Montag, 2. Juni 2008

Twins

Das "Gesicht" meiner Website wird in Zukunft ein Bilderpaar sein. Dieses Bilderpaar wird öfter wechseln - je nach Lust, Stimmung, Laune ...
Mit der Zeit wird eine Sammlung solcher Bildpaare entstehen die ich hier unter dem Label "Twins" ablege.

  Athen - Nafplio

Sonntag, 11. Mai 2008

Silberhochzeit

Es gibt nicht viele gute deutsche Fernsehfilme. Silberhochzeit ist einer der wenigen.
"... ich wusste immer dass ihr ein Haufen egoistischer Arschlöcher seit ..." - Man kann schlimmeres über seine Freunde denken oder sagen ...

Donnerstag, 1. Mai 2008

Schimmerlos in München

Die Buchreihe "Gebrauchsanweisung für ..." kann ich nicht ausstehen. Schon wegen des Titels. Wenn ich reise ist das letzte was ich haben will eine Gebrauchsanleitung. Stefan Beuse, Autor selbiger Anleitung für Hamburg, hat in der Zeit einen Artikel über München verbrochen. So viele Clichees über meine Heimatstadt habe ich noch nie auf nur einer Seite aneinandergereiht gesehen. Sprachlich geschliffen und amüsant. Ekelhaft glatt und oberflächlich. Sein Fazit: "Da stell ich mich lieber wieder in den Elbwind und lass mich anständig durchpusten" - Mein Fazit: "Gut so, ein Depp weniger an den Orten die ich an München liebe und die offensichtlich nicht im Reiseführer stehen".

Freitag, 25. April 2008

Alter und Weisheit

"Wenn ein alter und angesehener Mensch zu dir spricht dann höre ihm sorgfältig und mit Respekt zu - aber glaube nicht was er sagt. Glaube nie an etwas anderes als deinem eigenen Intellekt. Auch alte Menschen können falsch liegen, unabhängig davon ob ihr Haar grau ist oder ausgefallen, unabhängig davon ob sie etwa den Nobelpreis erhalten haben. Die Welt verändert sich von Jahr zu Jahr, von Jahrhundert zu Jahrhundert - als Vertreter der jüngeren Generation solltest du herausfinden was an dem falsch ist was dir Ältere sagen. Du musst immer skeptisch sein - denke immer selbst !"

Linus Pauling (1901-1994)
Nobelpreisträger in Chemie 1954
Friedensnobelpreisträger 1962
(Der einzige Mensch der alleine Nobelpreise in zwei verschiedenen Kategorien bekommen hat)

Liberalismus in USA

IMHO wäre ein halbwegs liberaler Republikaner momentan der wesentlich bessere amerikanische Präsident - zumindest im Vergleich zu einem smarten Sunnyboy der das Blaue vom Himmel verspricht - oder einer nur machtgeilen ExFirstLady. Letztendlich bin ich mir ziemlich sicher dass die Amerikaner eher einen alten Kiegshelden zum Präsidenten wählen werden als die erste Frau oder den ersten Farbigen - möglicherweise traurig aber im Ergebnis sicherlich nachvollziehbar.

P.S.: Wetten nehme ich keine an !
P.P.S.: Ich weiss dass McCain den Irakkrieg immer befürwortet hat, ein entschiedener Abtreibungsgegner ist, die NRA unterstützt und gleichgeschlechtliche Beziehungen ablehnt. Aber mir sind klare Standpunkte lieber als gar keine !

Donnerstag, 24. April 2008

Highlight

Ich bin mir nicht sicher ob Lady Bitch Ray bei Schmidt & Pocher ein Highlight oder ein Tiefpunkt deutscher Fernsehgeschichte darstellt. Zumindest war es nicht langweilig zwischen Gynäkologenstuhl und Feuchtgebieten. Wobei ich mir gewünscht hätte dass die beiden Herren nachfragen was Dr. Fotze konkret meint wenn sie die Emanzipation eben dieser verlangt. 

Donnerstag, 17. April 2008

Das Glück heisst Puls

Seit langem wieder mal ein subjektiver "Stern der Woche": für Wiebke Puls in den Kammerspielen - geniales Spiel am Rande des Wahnsinns in "Land ohne Worte / Berliner Geschichte"

Montag, 14. April 2008

Robert Capa

Die Entstehungsgeschichte und insbesondere die Authentizität von Capas bekanntestem Bild ist umstritten (Richard Whelan hat darüber einen Artikel im Aperture Magazine veröffentlicht). In jedem Fall ist der ungarische Fotograf und sein Bild "Spanischer Loyalist" eine Ikone des Kriegsjournalismus. Capa hat mehr als 70000 Negative hinterlassen, weitere 3000 sind jetzt erst in Mexiko aufgetaucht - das Negativ dieser Aufnahme gilt aber als verschollen. Sie soll am 5. September 1936 im Spanischen Bürgerkrieg entstanden sein und den 24 jährigen Federico Borell Garcia im Moment seines Todes zeigen. Capa selbst war gerade 22. 
Sein Archiv bildet die Basis des ICP in New York, gegründet 1974 vom Bruder Cornell Capa.


Von Robert Capa ist der gern und oft zitierte Spruch überliefert "If your pictures aren't good enough, you're not close enough - Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, dann bist du nicht nah genug dran". Capa war immer nah genug dran, oder wie am 25. Mai 1954 als er in Indochina von einer Miene getötet wurde sogar zu nah. Er selbst hat damit aber nie die physische Nähe zum Geschehen gemeint sondern die psychische zu den Menschen die er fotografiert hat.   

Werbung, Provokation und Langeweile

Charlotte Roche hat vor einiger Zeit in einem Gespräch mit Anke Engelke mal beteuert dass sie nie Werbung machen würde - da stehe sie drüber, das werde sie nie nötig haben wollen, davon will sie sich nicht abhängig machen. IMHO ist ein wenig "Regenwaldretten" oder "Haribolutschen" absolut harmlos gegen die kühl kalkulierte Pseudo-Provokation durch die öffentliche Beschreibung privater Feuchtgebiete. Exibitionismus war vor 20 Jahren manchmal noch skandalös - heute ist es noch noch langweilig. 

Mittwoch, 9. April 2008

Dorothea Lange

Das Bild ist unter dem Titel "Migrant Mother" bekannt und zeigt die 32 jährige Wanderarbeiterin und siebenfache Mutter  Florence Owens Thompson im Jahr 1936, der Zeit der "Bitter Years" in den USA.


Es wurde im Rahmen von Edward Steichens Ausstellung "Family of Man" 1955 veröffentlicht, entstanden ist es im Rahmen einer Serie von Aufnahmen im Auftrag der FSA (Farm Security Administration).  Es ist auch ein Beispiel für frühe Manipulationen an Bildern, im Originalnegativ ist rechts unten ein Daumen zu sehen der aus ästhetischen Gründen wegretuschiert wurde.

Die links im Bild sichtbare Tochter hat später versucht die weitere Veröffentlichung des Bildes zu verhindern. Dorothea Lange verstarb 1965 an Krebs - 1983 gab es Spendenaufrufe für die ebenfalls an Krebs erkrankte Florence Thompson.

Sonntag, 6. April 2008

Absurde Funktionalität

Das Beste an Kunstausstellungen sind nicht selten die Begleittexte. Da ist von "Ins Absurde gesteigerte Funktionalität" die Rede (wie geht das eigentlich ?). Oder von "Subversiver Welterkundung" - "beredtem Schweigen" - "Dynamik des Lebens" ... Nichts sagende Phrasendrescherei vom Feinsten - aber im Fall von Benjamin Bergmanns Installation "tief unten tag hell" passt der Text damit zumindest zum Kunstobjekt selbst ... Schade um den Raum !

Donnerstag, 3. April 2008

Dimitri Soulas

Ich möchte hier auf eine Ausstellung im Münchner Fotomuseum hinweisen die Ende April eröffnet wird:

Dimitri Soulas - Augenblicke
Fotografien 1967-1974
30. April bis 6. Juli 2008



Der 1938 in Thessaloniki geborene Fotograf Dimitri Soulas arbeitete ab den 60er Jahren als Bildjournalist u.a. für AP, die TZ, den Stern und die Quick. Systemkritische philosophische Erkenntnisse prägten seinen subjektiven Bildjournalismus. Seine Bilder und Bildgeschichten sind sehr persönlich ohne indiskret zu erscheinen. Vor allem aber bieten die Bilder allen in München aufgewachsenen Mittvierzigern wie mir ein absolutes "Deja-Vue" Erlebnis. Der Katalog (momentan bereits bei Hugendubel erhältlich) steigert die Vorfreude auf die Ausstellung.

Donnerstag, 27. März 2008

Transrapid

Es gibt Tage an denen es offensichtlich selbst in Bayern ein wenig Verstand vom Himmel regnet !

Mittwoch, 26. März 2008

Stimme von Marrakesch


Soundtrack: Passport - To Morocco
Lesestoff:  Nick Hornby - der erste und letzte (s.u.)
                    Elias Canetti - Die Stimmen passen hierher
                    Max Frisch - Stiller schon zu lange nicht mehr gelesen
Photomotive: Sehr viele

Noch nie so weit weg von zuhause gewesen (nicht die geographische Entfernung zählt) - "Gute Reisende sind herzlos" (Zitat Canetti) 

Donnerstag, 20. März 2008

Gefühl und Statistik

Arbeitslosigkeit ist in zweierlei Hinsicht ein Problem.

Zum einen für den Betroffenen selbst - wer arbeiten will und arbeiten kann aber keine Beschäftigung findet die seinen Fähigkeiten und Kenntnissen entspricht verliert früher oder später sein Selbstwertgefühl. Laut Arbeitslosenstatistik gab es 2007 in Deutschland 3,77 Millionen Arbeitslose.

Zum zweiten ist Arbeitslosigkeit ein Problem für die Gesellschaft. Menschen die Ihren Lebensunterhalt nicht selbst erwirtschaften können müssen von der Gemeinschaft Leistungen erhalten die diese Gemeinschaft erwirtschaffen muss. Die Arbeitslosenstatistik gibt für 2007 6,34 Millionen solcher Leistungsbezieher an.

Beide Zahlen dokumentieren ein schwerwiegendes Problem, aber warum liegen sie so weit auseinander ?

Leistungsbezieher die erwerbstätig sind aber Aufstockungen erhalten (Stichwort 1 Euro Jobs etc.), die sich in Maßnahmen der Arbeitsförderung befinden, die als über 58 jährige "nur noch bis zur Rente geparkt sind" oder die z.b. Angehörige betreuen werden in der Statistik nicht als arbeitslos geführt.

Muss man daraus folgern dass eigentlich viel mehr Menschen in Deutschland vom Problem Arbeitslosigkeit persönlich betroffen sind als in der Statistik aufgeführt - oder viel weniger weil sich das Selbstwertgefühl schon lange nicht mehr in ersten Linie aus einer Erwerbstätigkeit ergibt ?

Mittwoch, 19. März 2008

Nick Hornby

Lehrer kann man heiraten. Bücher die sie schreiben sollte man lieber nicht lesen.

("Ingenieur-Roman" habe ich wohl noch keinen gelesen - muss aber denke ich genauso wenig sein)

Sonntag, 16. März 2008

Trang Bang

Fotografen haben dem Krieg die Bilder gegeben die durch die moderne Art der Kriegsführung eigentlich unmöglich geworden ist. Die Ziele werden durch Computerprogramme ausgesucht und optimiert. Bomberpiloten erhalten Befehle, sie sehen keinen Feind und nicht die Auswirkung ihres Handeln. Dieses Bild des damals 21 jährigen vietnamesischen Fotografen Nick Ut haben genau diese Auswirkung gezeigt. Und damit den Krieg beendet.



Warum sehen wir heute praktisch keine Bilder dieser Art aus dem Irak oder den anderen aktuellen Kriegsschauplätzen ? Reporter sind heute "eingebettet" - vereinnahmt von den Kriegführenden damit diese nicht wieder gestört und zurückgepfiffen werden.  

Mittwoch, 12. März 2008

MSP



Mal wieder von "Münchens Südlichstem Punkt"

Sonntag, 9. März 2008

Tillman und die PdM

"Tillmans auffälligstes Merkmal dürfte die scheinbare Beliebigkeit seiner Fotografien sein". Soweit die Beschreibung seines Werkes in der Wikipedia. IMHO sind diese Bilder nicht nur "Scheinbar" so. Die Kuratoren der Pinakothek der Moderne in München habe offensichtlich eine andere Meinung. Wie sonst könnten sie dort so einen breiten Raum einnehmen - neben den Werken seines ehemaligen Lebensgefährten.

Spontan ist mir dazu einfach nur ein Zitat aus dem lesenswert unangepassten und unkorrekten Blog "Kulumnistenschwein" eingefallen:
"Ich finde es sehr übertrieben nur wegen seiner sexuellen Vorlieben eine Parade abzuhalten. Ich ficke mit meiner Frau, bin aber noch nie auf den Gedanken gekommen, deswegen gleich einen Umzug zu machen. Schon gar nicht in Unterhose"

Respekt

Kurzfristig hatte ich mal wieder richtig Respekt vor einer deutschen Politikerin. Da fühlt sich eine gewählte Volksvertreterin überraschenderweise ihrem Gewissen und dem was sie und ihre Partei vor der Wahl verkündet hat verpflichtet. Und sie traut sich diese Meinung öffentlich zu vertreten - und nicht nur in einer geheimen Wahl so abzustimmen wie sie es für richtig hält.
Lange hat sie leider nicht durchgehalten (durchhalten können ?) - jetzt schlägt wohl der Parteiapparat mächtig zurück. Mich stören Leute die immer nur auf Politiker schimpfen - im Rahmen der Hessenwahl muss ich aufpassen dass ich nicht selber so werde ... 

Montag, 3. März 2008

Richtungswechsel

Mit dem Schwenk der FDP hin zur Union bin ich nie klargekommen. Mit dem Schwenk der SPD hin zur Linken (PDS / SED / KP) werde ich nicht klarkommen. Und ich denke ich bin da nicht ganz allein ...

Freitag, 29. Februar 2008

Fotos für die Ewigkeit

Es gibt einige Fotografien die einen nicht unwesentlichen Einfluss auf unsere Wahrnehmung von anderen Menschen, unserer Geschichte oder der Welt im Allgemeinen ausgeübt haben. Sehr viele davon haben mit Krieg, Zerstörung und Elend zu tun.



Diese zwei Bilder der amerikanischen Apollo Missionen werden als ein bedeutender Auslöser und Antrieb der Umweltbewegung gesehen - "Earth Rise" von 1968 und "Blue Marble" von 1972. Die Bilder dokumentieren erstmals den Blick des Menschen von aussen auf seinen Heimatplaneten, und eindrucksvoll die Einmaligkeit und auch die Verletzlichkeit der Erde. Meineserachtens sind diese Aufnahmen auch eine der wenigen Rechtfertigungsgründe für bemannte Raumfahrt - natürlich wären sie viel einfacher und billiger mit unbemannten Sonden möglich gewesen - ihnen würde aber dann eine ganz andere (viel geringere) Bedeutung zu kommen.

Donnerstag, 28. Februar 2008

Bedaure Puppe

"You know how to whistle, don't you, Steve? You just put your lips together and blow."
Der Beginn der schönsten Liebesgeschichte der Filmbranche. Schon tausendmal gesehen aber immer wieder umwerfend. Auch hier sagen die Namen der beteiligten alles: Lauren Bacall, Humphrey Bogart, Howard Hawks, Ernest Hemingway, William Falkner.

Montag, 25. Februar 2008

Blaubeernächte

Wong Kar Wai, Natalie Portman, Norah Jones, Jude Law, Ry Cooder, New York - what else do I have to say. Es gibt "Zutaten" mit denen ein Essen einfach gelingen muss - und es gibt Mitwirkende mit denen ein Film kaum daneben gehen kann.

Mittwoch, 20. Februar 2008

Nordström Kapitalismus

"Shoppen und Ficken, das ist die einzige Motivation der Jugend, sprich der Konsumenten, von heute"

Lange Zeit reichte es, wenn Unternehmen Produkte und Ideen kopierten. Traditionelle Manager nennen das "Benchmarking" und "Best practice". Nordström nennt es abwertend "Karaoke Capitalism". In der neuen, unübersichtlichen und mit Informationen überladenen Welt aber hat sich der Kunde die Macht in weiten Bereichen zumindest scheinbar zurückerobert. Dieser Kunde will entweder das Billigste - wie bei Wal-Mart - oder etwas Besonderes wie von Apple oder Porsche. Nur zu imitieren führt Unternehmen in die "kreative Impotenz". In der modernen "economy of soul" ist das Originelle, Außergewöhnliche gefragt, Produkte, die die Emotionen des Kunden ansprechen, als Marke aus der Masse herausstechen, Individualität versprechen. Nur wenige Großunternehmen schaffen es beide Welten glechzeitig zu bedienen und etwas originelles billlig anzubieten wie etwa Starbucks oder IKEA - und erobern damit globale Märkte.

Montag, 11. Februar 2008

Zwiespalt

Ich habe (zumindest einmal in Jahr zu diesem Anlass) ein sehr zwiespältiges Verhältnis zu München.

Einerseits bin ich der Ansicht dass Versammlungsfreiheit ein sehr hohes Gut in unserer Gesellschaft darstellt. Und dies schließt ausdrücklich auch das Recht ein für Gruppen für die ich keine sehr große Sympathie hege - wie Neonazis, Kriegsplaner, sog. Autonome etcpp - sich zu versammeln. Toleranz zeigt sich am Umgang mit Andersdenkenden, und wenn es noch so schwerfällt.


Wenn ich dann aber andererseits jedes Jahr beobachte welch ein Polizeiapparat aufgefahren wird (werden muss ?) damit sich eine Hand voll suspekter Individuen aus dem militärisch-industriellen Umfeld mitten in München besprechen können und daher ein Rudel gewaltbereiter Randalierer in Schach zu halten ist, ja, dann kommen mir Zweifel.

Ich würde die nächste "Sicherheitskonferenz" in Bagdad, Nairobi oder Kabul stattfinden lassen. Dann wären die Teilnehmer gezwungen sich direkt mit den Verhältnissen auseinandersetzen die sie mit zu verantworten haben !

Donnerstag, 24. Januar 2008

Commercial

Mal wieder ein Bild aus der Bar Commercial



Wer Fehler findet im Bild darf sie gerne behalten ;-)

Freitag, 18. Januar 2008

Pidgin Talk

"Durch die Nacht mit" auf Arte mit Zaha Hadid habe ich mir ganz interessant vorgestellt. Auch wegen Dubai. Statt dessen sitzen da zwei Phsychopathen am Tisch, kommen weder mit dem Essen (Sushi) noch mit dem Espresso (fishy) danach klar - geschweige denn mit sich selbst. Ein ehemaliger Stasispitzel zusammen mit einer abgetakelten Architektendiva in einer StretchLimo, beide dauernd das Mobile am Ohr, ist der absolute Unterhaltungs-GAU ! Dass sie beide nicht englisch können ist gar nicht weiter schlimm wenn man eh nur aneinander vorbei redet.

Sonntag, 13. Januar 2008

Die Unerträglichkeit oder meine Name sei MATUSSEK

Matusseks Kulturtip auf Spiegel online ist schon schwer zu ertragen. 30 Minuten Matusseks Reisen über Religion am Sonntag Abend ist gänzlich unerträglich. Fürchterlich banal - erschreckend oberflächlich - bieder bis zum erbrechen ! "Zwantigtausendmal im Jahr verbeugen ist eine Menge Sport!" - Einmal Matussek ist zuviel Qual !

Dienstag, 8. Januar 2008

Schwarze Balken

Welche Film-Formate gibt es eigentlich - oder warum gibt es immer mal unterschiedliche schwarze Balken ?

Seitenverhältnis           Beispiel

  4 :3   1,33 :1  35mm Stummfilm
  4
:3   1,33 :1  TV
  4
:3  1,365 :1  IMAX
12,4
:9  1,373 :1  35mm Tonfilm(Academy Ratio)
12,4
:9  1,373 :1  16mm Schmalfilm
1,41
:1   1,41 :1  DIN-A
  3
:2   1,50 :1  Kleinbild
 15
:9   1,65 :1  Kino Euro Breitbild
 16 :9   1,78 :1  HDTV
 17
:9   1,86 :1  Kino US Widescreen

 18
:9   1,96 :1  Vistavision
 20
:9   2,19 :1  70mm Breitfilm
 21
:9   2,35 :1  Cinemascope / Panavision
 23
:9   2,55 :1  Ur-Cinemascope
 24
:9   2,69 :1  Cinerama (3 Spulen)


Weitere Info:

Wikipedia
HighDefDigest
BibraOnline

Montag, 7. Januar 2008

Der/Das Brenner


Der Brenner ist nicht nur der geografisch kürzeste Weg zwischen München und Italien , das Brenner ist offensichtlich auch geeignet um in Ruhe die lokale Boulevardpresse zu studieren.

Mittwoch, 2. Januar 2008

Arrivederci Roma


Das Roma war sicher nicht mein Lieblings-Spot - aber es wird vielen in München abgehen - die zukünftigen Gucci Kunden dort wird das nicht stören. 

Dienstag, 1. Januar 2008

Liberalismus ?

Brutale Angriffe auf andere Menschen sind IMHO nicht zu entschuldigen. Aber man darf über die Gründe nachdenken. "Natürlich" wird alles immer schlechter, die Jugend taugt nichts, die Gesellschaft verroht, nur noch materielles zählt ...
IMHO wird unsere Gesellschaft aber vor allem immer intoleranter - alles was nicht mehrheitsfähig ist wird verboten. Warum muss Rauchen in Kneipen verboten werden, braucht ja keiner reingehen wenn er's nicht mag. Warum bräuchten wir ein generelles Tempolimit, umwelttechnisch und die Sicherheit betreffend ist der Gewinn minimal.
Es gab mal die sprichwörtliche "Liberalitas Bavariae" - bitte mal drüber nachdenken bevor man neue Verbote erlässt oder seine Mitmenschen zurecht weisst !